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Januar, 2007
Januar 28th, 2007
Andreas ist in gewisser Hinsicht schuld daran, dass das zentrale Werkzeug meines Studios ein KORG OASYS geworden ist und somit auch indirekt verantwortlich für diesen Weblog. Daher ist es nur logisch und fair ihn als ersten deutschsprachigen Interviewpartner einzuladen.
Bevor es aber losgeht folgender Hinweis für diejenigen, die interessiert wie wir einander kennen lernten: http://www.musicianslife.de/2006/11/11/virtuelle-kollaborationen/
blogasys: Andreas, kannst Du uns ein wenig über Deinen musikalischen Werdegang erzählen?
AE: Gerne, aber ich bin ja schon alt, und da geht das nicht mit drei Sätzen…
Mit 8 Jahren haben mich meine Eltern ans Klavier gesetzt. Etwas spät, mit 15, entdeckte ich meine Leidenschaft für Rock und Pop. Ich begann, auf den Eimern eines bekannten deutschen Waschmittelherstellers zu trommeln. So wurde ich Schlagzeuger und gründete meine erste Band, Mitte der Siebziger. Etwas später stieß ich in einer anderen Formation auf einen Bassisten, der ständig bedröhnt war und in diesem erweiterten Bewusstseinszustand unbedingt trommeln wollte. Wir haben dann getauscht, und so wurde ich Bassist. Noch heute baue ich meine Stücke am liebsten auf Drums und Bass auf.

Mitte der Achtziger unterschrieb ich als Mitglied von „Scala“ meinen ersten Plattenvertrag bei ZYX. Die Scheibe wurde weltweit verkauft, und erreichte einen hohen Platz in den Hongkonger Charts, aber eine finanzielle Vergütung vom Label ist bei uns bis heute nicht eingetroffen. Ich glaube, da kommt auch nichts mehr. Trotzdem war es eine aufregende Zeit. Wir haben zwei Jahre beinahe rund um die Uhr in unserem Kellerstudio verbracht, kaum die Sonne gesehen, dafür aber die ersten Sampler und den DX7, und was es damals sonst noch an klangtechnischen Revolutionen gab, bis in die Tiefen ausgelotet. Bei der Fülle an Möglichkeiten, die heutige Instrumente bieten, ist es kaum noch noch vorstellbar, eine Anlage bis an die Grenzen der Belastbarkeit auszureizen.
Als die Band aufgrund privater Exzesse auseinanderbrach, zerplatzte für mich ein Traum und ich war eine Weile völlig am Boden. Seitdem arbeite ich überwiegend alleine. Die Erfahrungen mit unserer Plattenfirma haben mich von der Vorstellung geheilt, Musik zu machen, um reich und berühmt zu werden, also immer mit einem Auge nach dem Erfolg zu schielen. So etwas bringt einen nur vom Wesentlichen ab. Lieber einen eigenen Stil finden und weiter entwickeln. Dafür habe ich mehr als zehn Jahre gebraucht, die ganzen 90er. In der letzten Zeit ist es wieder zu fruchtbaren Zusammenarbeiten mit anderen Musikern gekommen; AntOnWax, Lavinia Jones, Sebastian Swigon und einem Klangästheten aus Wien, dessen Namen ich hier aber nicht nennen darf; das ist noch geheim.
blogasys: [lacht] … es folgt nun eine seltsam anmutende Frage, aber bei jemanden der derart umtriebig ist, ist sie wie ich finde durchaus berechtigt – wieso „machst“ Du Musik?
AE: Musik macht mich glücklich, hilft mir seelische Schwankungen auszubalancieren und ständig etwas Neues zu entdecken. Musik ist Mystik, Kommunikation mit dem Unbekannten, ein Paralleluniversum, in dem sich unser Leben spiegelt und vervollständigt.
blogasys: Welche Musik und welche Musiker haben Dich beeinflusst und warum?
AE: Menschen, die meine Musik hören, führen oft Vergleiche heran, die mich völlig verblüffen. Da fallen Namen von Komponisten, von denen ich nichts oder wenig gehört habe, z.B. Jean Michel Jarre oder Dead Can Dance oder Enigma. Inspiriert hat mich eher Frank Zappa und seine Mothers, ideenreich, virtuos, verrückte Gitarrensoli; dann die späteren King Crimson ab den 80ern wegen der hypnotischen polyrhythmischen Strukturen und die Belgische Avantgarde der 80er und 90er: Aqsak Maboul und COS. Das ist frische, humorvolle und ebenfalls virtuose Musik ohne ein stilistisches Korsett.

blogasys: Du bist ja mittlerweile bei dem Online Label „magnatune“ untergekommen, hast aber auch Dein eigenes gegründet – wie ist es dazu gekommen und welche Strapazen waren damit verbunden?
AE: Das war eigentlich alles ziemlich unstrapaziös. Ich habe einfach meine CDs zu magnatune geschickt und die haben mich genommen. Mein eigenes Label ist nur eine Homepage, die Sebastian Swigon mit viel Liebe zum Detail gestaltet hat. Nachdem ich mich umfangreich über die Schwierigkeiten und Hürden informiert habe, mit denen man bei einer ernsthaften Betreibung eines Labels hier in Deutschland zu kämpfen hat, habe ich davon wieder Abstand genommen. Der Aufwand an Nerven und Zeit im Kampf mit bürokratischen und teilweise monopolistischen Strukturen würde mir das rauben, was mir am wichtigsten ist: die Lust am Musikmachen.
blogasys: .. und damit nicht genug, nun hast Du auch noch begonnen Dich auf den visuellen Sektor zu stürzen? Wie kam es dazu und was wird hier in nächster Zeit von Dir zu erwarten sein?
AE: Ja, das ist wirklich ein schönes, neues Betätigungsfeld. 3D Animation hat mich schon immer interessiert. Einen ersten Versuch habe ich schon Mitte der 90er unternommen. Damals brauchte mein Rechner aber noch einen ganzen Monat für 15 Sekunden Film.
Auslöser für die Wiederentdeckung war mein Kontakt zu Sebastian Swigon, der mich mit seiner Arbeit auf die aktuellen graphischen Gestaltungsmöglichkeiten gebracht hat. Das „Malen“ meiner neuen CD-Cover hat dann den Stein endgültig ins Rollen gebracht.
Für mein erstes Video habe ich allerdings ganze drei Monate gebraucht. Ich musste mich erst einmal in die Programme einarbeiten, und dafür braucht man wirklich diese dicken Handbücher, die mir bei den Synthesizern immer weitgehend überflüssig vorkamen. Genau wie bei der Musik ist aber die Belohnung groß, wenn man die fertige Arbeit endlich vor sich hat und sich zurücklehnen kann. Mein Video habe ich neulich via Beamer auf einer 2×3m-Leinwand sehen können. Das hat mich schon umgehauen, und ich bin eigentlich immer sehr kritisch mit meinen eigenen Produkten und nicht schnell zufrieden. Aber diese Überlebensgröße des ganzen Geschehens hatte es einfach in sich.
Im Moment sammle ich Ideen für mein nächstes Video. Weil das bis zur Fertigstellung so eine Riesenarbeit ist, die mich sehr beansprucht und viel Konzentration erfordert, muss ich mich bei allem Spaß an der Sache schon etwas überwinden.

http://www.marsymusic.de/videos/Industrial%20Blues%20V3.wmv
blogasys: kannst Du uns einen Einblick in Dein derzeitiges Equipment gewähren?
AE: Na klar, Mac DUAL G5 1,8GHz, Steinberg Cubase 2.2, Moog Voyager (wurde mir seinerzeit wärmstens von einem Freund aus Wien empfohlen und ist unverzichtbar), Oasys,
blogasys: .. und da war es dann vice versa!
AE: Nord Modular G2, Melodyne, waves, TC und UAD-Plugins, BFD Drums, AVOX, Trilogy, Stylus, GRM-Tools, Marleaux-Bass, Steinberger Bass, PRS-Gitarre, Orville, Liquid Channel und ein 15 Jahre altes Mackie 32/8/2 Pult. Außerdem Mackie HR824 Boxen, die machen richtig Spaß. Soundtechnisch setze ich gerne mehrere Kompressoren hintereinander, arbeite prägnante Stellen mit dem Sony-Transienten-Modulator heraus oder, etwas softer, mit dem Dynamic EQ von TC. Für´s Mastern kommt fast immer das Valve-Interface von DSound zum Einsatz, das verleiht dem ganzen einen enorm warmen Druck.
Der Oasys war meine letzte teure Neuanschaffung. Der Preis hat mich erst einmal abgeschreckt. Aber eines Tages zog es mich magisch in den letzten verbliebenen größeren Musikladen meiner Region und dort habe ich mir das Ding angehört und auch gleich bestellt. Wenn es einen „Fehler“ bei diesem Gerät gibt, dann den, dass man aufgrund der hohen Audioqualität und des Reichtums an extrem gelungenen Presets nicht lange experimentieren braucht, um das Passende zu finden. Die Modulation mittels Vector-Stick, die Karma-Funktion und die hochwertige Effektbatterie führen einfach zu schnell zum Ziel. Deshalb habe ich bislang nur die Oberfläche angekratzt und kann nur sagen, dass dieses Gerät –mal abgesehen vom Moog- der erste Hardware-Soundgenerator ist, bei dem ich nichts auszusetzen habe, und bei dem nicht das Gefühl aufkommt, dass man die meisten Presets erst einmal zurechtbiegen muß. Einfach inspirierend, gleichwohl ersetzt er nicht alles. Mein Clavia G2 und der Moog sind da prima Ergänzungen.
blogasys: Deine Produktionen zeichnen sich durch sehr prägnante Vocals aus, wie entstehen diese?
AE: Als Basis nehme ich am liebsten World-Vocal-Phrasen; die englischen Gesangsamples, die sich auf dem Markt tummeln sind mir zu mainstream-mäßig. Ich kann dieses „I love you baby yeah yeah…“ nicht mehr hören.
blogasys: [lacht]
AE: Manchmal zerlege ich die Phrasen mit einem Slicer und setze die Silben neu zusammen. Die Phrasen werden dann mit Melodyne an den Song angepasst, eine zweite und manchmal eine dritte Stimme generiert. Um den Gesang zu „schärfen“ benutze ich gerne Character, ein TC-Powercore Plugin und den Vocal-Kompressor von waves. Diese Kombination ist in der Handhabung sehr einfach und wirkungsvoll. Dopplungen bastele ich mir wiederum mit Melodyne. Um den Stimmen noch etwas mehr Intimität zu verleihen eignet sich eine Vocal-Effektspur mit einer winzigen Prise Antares AVOX und hier mit dem Atemgeräusch-Simulator. Mit Hall gehe ich äußerst sparsam um. Bei langsameren Stücken setze ich gerne waves Multitap-Delays ein, um den Gesang im Raum zu verteilen.
Die Zusammenarbeit mit lebendigen Sängerinnen macht natürlich mehr Spaß. Man muss sie nur erst einmal in erreichbarer Nähe finden. Deutscher Gesang ist nicht so mein Fall; ich bekomme da schnell Probleme mit der „message“, und schlechtes Englisch ist beinahe noch übler. Zum Glück habe ich AntOnWax kennen gelernt, der mir ein paar Lavinia-Jones Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat. Die Arbeit damit hat mir großen Spaß bereitet und der Kontakt zu den Beiden funktioniert immer noch gut. Wahrscheinlich gibt es in Zukunft noch mehr The Headroom-Project-Remixe mit Lavinia, und wenn dann genug Material vorhanden ist, soll das zu Magnatune gehen.
blogasys: Vielen Dank für das Interview und vor allem auch dafür, dass Du uns einen Einblick in Deine Arbeitstechniken gewährt hast!
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Andreas’ eigenes Label:
http://www.marsymusic.de/
magnatune:
http://www.magnatune.com/
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Januar 27th, 2007
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blogasys

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Januar 26th, 2007
In the last days I was asked what the content of this blog will be. I will try to give some answers.
As I love the OASYS - which by the way was not always the case - everything on this weblog will be related to this production machine. The M3 is not the focus. First I do not have access to M3 data nor to the machine itself, second I do not have the time to deal with it too. Sorry.
Of course you will find here news related directly or indirectly to KORGs OASYS. I guess we all hope that this category gets filled quite often.
Beside the news, tests and workshops will be published. They will mostly depend on the interest and feedback, which means it depends on you. At the moment the AL-1 is on schedule. Others will follow!
Of course there are the interviews. This category will for sure be continued. Some more are finished already and others are in the pipeline… as people like to say these days.
Why interviews? I am tired of reading interviews from “stars” getting interchangable “answers”. Not that this is their fault! Visiting several fora (forums?) I met a lot of people about whom I would like to know more about. And it seems that I am not the only one who is interested in the way, they compose, arrange or record. Interestingly… most of them are using or would like to use an OASYS. And even more interesting to me, most of them are willing to give an interview. So OASYS is the common denominator or link between them.
If you expect interviews only dealing about OASYS, then you will most likely be disappointed. It is all about the guest. The guests music, his or her projects, background, musical interest, opinions, etc… Getting sometimes an insight in the way someone is working, is at least for me, of high interest too.
This blog will be succesful if you get the feeling to receive informations, be it about the person, or for example how to solve a similar problem in your studio or about OASYS.
Please feel free to mail me any comment, be it that my english needs a lot of improvement :-), or if you have any other critics or suggestions…. positive feedback is of course welcome, too.
Thank you for your interest and thank you to Daz aka Darren Richards for beingt my first guest without knowing what will happen here!
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Next Interview will go online Sunday 28th at 4.00 pm (central european time)
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In den vergangenen Tagen wurde ich mehrfach gefragt, was hier zu finden sein wird. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um die eine oder andere Antwort zu geben.
Mein über lange Zeit ambivalentes Verhältnis zu KORG’s OASYS ist nunmehr unverrückbar in den grünen Bereich gerutscht. Wobei dies wohl eine dezente Untertreibung ist und wenig mit dem Hersteller selbst zu tun hat.
Es ist derart lange her, dass ich von einem Musikinstrument so überzeugt war, dass ich mittlerweile vergessen habe um welches es sich vor dem OASYS gehandelt hat.
Daher werden Sie hier vorwiegend “Geschichten” zum und um KORGs OASYS finden. Der M3 wird nur eine Nebenrolle spielen. Dies liegt zum einen daran, dass ich keinen Zugriff auf dieses Instrument habe und zum anderen die Zeit lieber für den OASYS nutzen will. Zudem ist die “Unterstützung” - sofern man davon überhaupt sprechen kann - seitens Korg ohnedies rudimentär.
Natürlich gibt es hier eine Rubrik “News”. Verzeihen Sie mir die Anglizismen, aber die Übersicht der Kategorien würde unter einer konsequenten Doppelsprachigkeit leiden. Bleibt zu hoffen, dass diese Rubrik reichlich mit OASYS relevanten Neuigkeiten gefüllt wird.
Neben den “News”, wird es “Testberichte” und “Workshops” geben. Derzeit ist als erster ein AL-1 Workshop geplant. Weitere sollen folgen, dies hängt aber in erster Linie vom Interesse und Feedback der LeserInnen - sprich von Ihnen - ab.
Wie Sie vielleicht schon gesehen haben, gibt es die Rubrik “Interviews”. Warum gerade hier Interviews? Zum einen bin ich es müde austauschbare Antworten von “Stars” in Interviews zu lesen, wenngleich es selten deren Schuld ist, zum anderen habe ich in den vergangenen Jahren eine Menge an Leuten getroffen von denen ich gerne mehr erfahren will. Überraschenderweise sind es primär Leute, die entweder schon einen OASYS ihr Eigen nennen, oder gerne einen verwenden würden. Nicht minder überraschend ist das Feedback, das ich auf meine Anfragen erhalten habe. Als gemeinsamer Nenner all dieser Interviews ist KORGs OASYS zu sehen.
Wenn Sie nun aber glauben, hier werden technische Details abgefragt und alles dreht sich in den Interviews um den OASYS, dann muss ich Sie leider enttäuschen. In diesen Interviews steht der Gast und seine Musik im Vordergrund. Warum macht dieser Musik, wie arbeitet er/sie, welche Einflüsse hat es gegeben, bzw. gibt es noch immer, welche älteren und aktuellen, evtl. auch zukünftigen Projekte gibt es usw.
Dieser Weblog ist dann erfolgreich, wenn Sie hier Informationen finden, die für SIE von Interesse sind. Umso wichtiger ist daher auch Ihr Feedback. Wenn es einen Kritikpunkt gibt, lassen Sie es mich bitte wissen. Haben Sie einen Vorschlag? Gerne. Unter blogasys at petermmahr.com können Sie mich via e-mail erreichen.
Vorab vielen Dank für Ihr Interesse und vor allem vielen Dank an Daz alias Darren Richards der mit der Bereitschaft zum ersten Interview den Sprung ins kalte Wasser gewagt hat - Danke, Daz!
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Das nächste Interview wird hier am Sonntag, den 28 Jänner um 16.00 mitteleuropäischer Zeit erscheinen.
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Januar 23rd, 2007

photo Brandon Daniel / KORG USA
The cousin is missing some of OASYS’ chromosomes. KARMA developer Stephen Kay posted a comparison of the two familiy members, which was prepared by Martin Hines and Dan Philips:
http://www.karma-lab.com/forum/showthread.php?s=&threadid=8573
Find more about KORGs new M3 at
http://www.korg.com/m3/
http://www.karma-lab.com/forum/showthread.php?s=&threadid=8545

photo Brandon Daniel / KORG USA
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Januar 22nd, 2007
Some pictures from this years NAMM show taken by KORGs Brandon Daniel.
Beside the launch of OASYS’ cousin - the M3 - there are many quite interesting intruments and other devices…. maybe you should check your bank account first
http://www.fdiskc.com/syn/
then go to “NAMM Shows” and “Winter” -> “2007″
Thanks to Brandon Daniel for providing these pictures!
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Januar 21st, 2007
The english Interview section starts with Darren Richards, better known to the KORG User Community as “Daz”. Together with Sharp he owns http://www.korgforums.com/ and these two are providing a very helpful platform for any person who is interested in KORG equipment.
blogasys: Daz, could you please tell us a little bit about yourself?
Daz: I am 37 years old and I work as a software developer and technical guru for a company I founded with some other talented people 15 years ago. I am English but now live and work in the USA. I have been a total music junky since I was a teenager in the mid ’80s.
blogasys: What kind of music and which musicians influenced you the most?
Daz: I was really inspired by Joy Division, The Cure, Depeche Mode, The Jam, Teardrop Explodes, Cabaret Voltaire, Cocteau Twins, Bauhaus and so many other great bands from that period of time. On my 16th birthday I bought myself an electric guitar. I had no previous musical training, so a good friend and I learned by playing along with songs by The Cure and Joy Division. So Robert Smith of The Cure was really a major early influence for me. The bass playing of Simon Gallup of The Cure and Peter Hook of Joy Division/New Order inspired me to also take up the bass. I would say that the most significant long term musical influence for me has been Martin Gore of Depeche Mode.
blogasys: How did you start making music?
Daz: I played guitar and bass in various bands until I was in my late twenties. I also played keyboards rather badly in some of these bands but wasn’t really that interested in synthesizers. When I was at school some friends had Roland Junos and Jupiters, which I was fascinated by so I bought a Yamaha DX21. I didn’t know enough about synths at that time to understand that the DX21 was not at all like my friends Rolands and the experience of using that killed my interest in synthesizers for quite some time. I played, but didn’t really understand or explore, various keyboards during this time including a Moog Prodigy, a Roland Alpha Juno, a Casio CZ101 and later a Yamaha W7 workstation. I tinkered with Cubase when it was only a MIDI sequencer, but didn’t find this an attractive way of making music. To me music was about playing live and preferably playing an instrument that had strings and a wooden neck.
In the mid 90’s I was very involved with my career and stopped playing music for a few years. During that time I found myself becoming far less interested in listening to guitar based music and far more interested in electronic music. Listening to artists like Chicane, BT and Paul Van Dyk was a total breath of fresh air after years of listening to and playing indie guitar music.
These artists inspired me to return to music and I went out and bought a Korg Triton, a sound card and a copy of Cubase VST for my PC. I had very little idea what I was doing but I absolutely loved it. It was a real challenge to switch to working this way after being a live musician accustomed to jamming with other players. I had no experience of composing music on my own and my lack of musical training made using a sequencer very difficult. I also didn’t really understand synthesizers so struggled to get the sounds I wanted. Thankfully I later came across a Korg MS2000 in the store I bought my Triton and from this wonderfully simple and hands on synthesizer I learned in just a few weeks how synthesizers work and how to create the sounds I heard in my head. After getting the MS2000 I was totally obsessed with synths and making electronic music. From that point until now I have spent most of my spare time learning about music technology, composition and production. I have composed, recorded and produced my own songs, but they are still missing the polish and confidence of someone who has completely mastered all of these disciplines. However I feel confident that I am getting very close to achieving my dream of producing music that is in the same league as the work of the artists that inspire me.
In 2005 I added a guitar and a bass to my studio setup, and was very much surprised to find that I could still play them after such a long hiatus.
blogasys: What kind of music do you listen today and what do you like about it?
Daz: Right now I am listening to a lot of Drum’n'Bass artists like Klute and Pendulum, other electronic artists like Unkle, BT, and Hybrid, and of course Depeche Mode. All of these artists fulfill my need for edgy, melodic and intense music. They also inspire my music making. When I occasionally need to hear some guitar based music the last two Snow Patrol albums provide the perfect break from listening to electronic music. Coincidentally Snow Patrol replaced The Cure as the principle act on the Fiction record label.
blogasys: Are there any musical projects you are currently working on?
Daz: My primary focus is on perfecting the composition/production of my own pieces as an ongoing learning exercise. However I recently hooked up with a local singer/songwriter and we’re exploring the idea of collaborating. We’ve co-written a song which is very different from my usual work and it may be the beginning of a very interesting side project for me.
blogasys: What kind of equipment are you using and can you tell us, why you decided for that equipment?
Daz: I am using a PowerMac Dual G5 running Ableton Live, Apple Logic and Waves as my DAW. I moved from the PC to the Mac some time ago and have found Mac OS X a really great platform for music making. I use Ableton Live as a musical sketch pad and to capture my composition ideas. Then I export all the various MIDI and audio clips that I’ve created from Live and then import those into Logic where I do all my arrangement and mixing. I use a few software synths such as Absynth but most of my sound sources are hardware synths. I still think that hardware synths have the edge over a lot of the software synths in terms of quality and I also prefer to get hands on when creating sounds. I really enjoy creating sounds on the Access Virus or Korg Radias for example and then using all the Mac’s horsepower for sequencing and effects. I feel software effects are quite a way ahead of software instruments and the effect plug-ins in Logic and Waves provide everything I need in that department. I’ve never felt the need to buy any hardware effects. I’ve recently migrated from using my Triton, MS2000, Virus B etc. to using the Oasys, K2661, Virus TI and Radias. So I will soon be putting some of these older pieces on eBay or part exchanging them for new toys.

blogasys: What was the reason for you to purchase OASYS?
Daz: In the late 80’s I can remember going into a studio and hearing a Roland D-50 for the first time and being totally blown away. There was something about its sound that really appealed to me in a way that analog synths and FM synths of the time didn’t. I really loved that sound. At the time I did not understand enough about synths to be able to tell why the D-50 was so different from other synths I had used and why I liked it so much. Now I do understand. It was because my taste is for synths that have a balance of digital and analog characters. I don’t like synths to be too analog or too digital. I love that sweetspot between those two extremes where the D-50, the Waldorf Wave and the Access Virus all live.
Just after the Oasys was first announced I was fortunate to be living on the East Coast of the US and got an invite up to Korg USA to check out the new instrument. The experience of hearing the Oasys for the first time was like hearing that D-50 for the first time. It was very distinctly better than anything else I had heard and I loved it. The Oasys had the perfect blend of analog and digital characters to my ear. It had the tight low end, and full middle range associated with analog and the clear/airy high frequency characteristics of digital.
The HD-1 engine of the Oasys has some real nice filters and snappy envelopes like you’d find in a good VA. Combined with wave sequencing and high quality sample oscillators you have something much more sexy than your average sample playback instrument. HD-1 is very radically different to the HI engine of the Triton, which I found functional but never sexy. Sample based synthesis is commonly looked down on as a poor relation to “real” synthesis, but I think has the potential for some really interesting sound design potential if the engine is implemented well. The HD-1 and Kurzweil VAST are both examples of well implemented engines in my opinion. The HD-1 does everything you’d expect a good ROMpler to do and much more besides. I really encourage any owners to explore the synthesis capabilities of HD-1 and wave sequencing. So the HD-1 was a big part of my reason to buy the Oasys.
I also really liked the AL-1 EXi. The AL-1 has many of the desirable characteristics of analog synths with the clarity and airiness of a digital synth. I really like the flexibility of the engine and it’s ability to do things that are outside of just analog emulation. It’s really very different in character and function to the other Korg VA synth engines like those found in MOSS or MMT based products.
The implementation of the entire audio chain from the synth engines to the effects to the D/A converters and analog output stages is of very high quality. It really sounds like an 8000 dollar synth should sound.
During that visit to Korg I was also very impressed with how much easier it was to control KARMA 2.0. I really liked the idea of the first version of KARMA in the original workstation but I struggled to make the GE’s do what I wanted them to. I didn’t seem to be able to get the GE’s to evolve and adapt as much as I wanted them to as the piece I was working on progressed. KARMA 2.0 in the Oasys is a really significant improvement over KARMA 1.0 and I’ve found myself far more able to tame the GE’s and get them to follow the musical development of a piece. Stephen Kay, the Korg engineers and voicing team did a great job of making KARMA 2.0 far more accessible, dynamic and musical.
So in summary, the character and flexibility of the HD-1 and AL-1 engines, overall sound quality and KARMA 2.0 were my reasons for buying the Oasys. The promise of future updates and extensions were the icing on the cake.
blogasys: Are there any things you would like to see in OASYS in the near future?
Daz: I think anyone who knows me, knows exactly what I am about to say
I primarily use the Oasys as a multi-timbral sound source in Combi mode. Whilst it is often convenient to just select an existing Program or GE that fits a particular need, I often find myself wanting to just create my own Program or GE, rather than hunting through a large list of items to find something that is close to what I want but needs to be tailored via Tone Adjust or the RTC/RTP parameters. I would really like the option to create my own Program for a timbre from scratch or to quickly build a GE from a musical phrase or drum loop that I have already created, or maybe by creating a GE using a simple editor.
I would also really like to see an EXi that combines the sample oscillators of the HD-1 engine with the filters and modulation arrangements of the AL-1 EXi. Ideally that would be delivered with an additional EXs.
If you had asked me this question a few months ago my answer would have been to make the Oasys more stable. Thankfully Korg really put a great deal of work into resolving the problems some users were experiencing. That was really important wish fulfilled for me.
blogasys: We did not speak about Sharp and your forum until now. What was the reason for you both to start with that forum? Are there any things that are exceeding your positive and negative expectations?
Daz: When I came back to music making after the break I spoke of earlier, I was a real music technology newbie so I was very happy to find all the communities and other support resources people had created on the Internet. I was particularly impressed with the people that had already mastered the technology and were spending a lot of time sharing their knowledge with other users. Sharp was one of those people, so when he asked for some assistance with a technical problem he was having with setting up a web site, I was keen to help him and make my own contribution to the community. Once we got chatting it was clear we thought along the same lines and it wasn’t long before we set up the first incarnation of the forum. That was a long time ago and I’m definitely not a music technology newbie anymore
But I still remember what it was like to be a newbie and how important other peoples help was to my progress, so I do my best to share what I’ve learned with people and ensure that the forum is an attractive place for both experts and newbies to talk to each other.
What has exceeded my positive expectations is all the great people that have joined Sharp and I on the forum over the years making the place a fun and useful community. I am really thankful for all the people that join us and share their knowledge, opinions and love of music making. I am especially thankful to those people in the past that made a financial contribution. Thanks to those we don’t have any ugly advertisements on the forum and are able to provide a place for people to share their music via mp3 upload/download and a download section packed with useful resources.
We were very fortunate to have Jerry Kovarsky a product manager from Korg USA join us early on. He’s done a great job of being the link between the community and Korg. I think Jerry is viewed as a knowledgeable friend as well as an official company representative. Similarly in the Oasys area of the forum Dan Phillips from Korg R&D and Stephen Kay from Karma Lab have made a lot of effort to ensure we get the most out of our instruments.
The only negative aspect of running the forum is dealing with spammers and spambots. In the last year this has a been a big problem and has taken up a lot of my time. It’s a real shame, because the time I spend dealing with that is time I could be spending improving the forum and creating resources for our users. It’s very frustrating.
blogasys: Thank you very much, Daz !
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Here you can listen to some of Daz’ tracks
http://daz.korgforums.com/mp3/daz_feb06.mp3
http://daz.korgforums.com/mp3/one_and_only_jan2k6.mp3
http://daz.korgforums.com/mp3/Light_Bounce_Mar28_05.mp3
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Januar 21st, 2007
OASYS Users who updated from OS Version 1.1.0 directly to new OS 1.2.3 most likely are missing the LAC-1 PCG file. This file was not included in the 1.2.3 updater.
http://www.korgforums.com/forum/phpBB2/viewtopic.php?t=21132
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Unfortunately WordPress does not allow me to upload the PCG file as it does not meet their security guidelines. I guess they never heard about the .PCG extension. Therefore I uploaded it to the following web address (file size is appr. 560kb):
http://members.chello.at/peter.mahr/LAC-1.PCG
Save file from your browser but check if any suffix was added to the file’s name. It must have the name “LAC-1.PCG” nothing else, nothing added to the name. After transfering it to your OASYS load the file. You succeeded if you find in PGM Bank User-D 000 a sound named “Doubled Screamer”.
If you are using the download link and the LAC-1.PCG file above, you are doing that on your own risk.
… but there is an alternative
you can find the same file as a zipped version at KORG Germanys forum.
Use the folllowing link:
http://www.korg.de/forum.html then go to the thread “Neues OS”, scroll down to a posting from “Michael@KORG” from Mo, 15 Januar 2007 13:10 - there you go.
Once you have the file loaded to your OASYS you will recognise a fade-in and -out appr. every 30 seconds. You get rid of that if you go to http://www.korguser.net/ and purchase an “auth code” for the LAC-1.
Please let me know, in case of having problems with the links.
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Januar 19th, 2007
To avoid any misunderstanding
http://www.petermmahr.com
http://www.blogasys.petermmahr.com/
are my property and not affiliated to Korg Inc. or any other company.
Copyright notice
All contents of blogasys, blog.petermmahr.com and petermmahr.com including text, images, audio recordings, are copyright peter m mahr, unless otherwise noted.
Both webpages are funded by me, a Korg OASYS User.
____________________________________________________________
Um Missverständnisse zu vermeiden:
http://www.petermmahr.com
http://www.blogasys.petermmahr.com/
sind mein Eigentum und stehen in keinem Zusammenhang mit der Korg Inc. oder jeder anderen Firma, die hier erwähnt wird.
Wenn nicht anders erwähnt, sind alle Fotos, Audiofiles, Dokumente und Publikationen mein geistiges Eigentum und unterliegen dem Urheberrecht.
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Januar 17th, 2007
Sie haben gerade die Kleinigkeit von € 9.000.- zur Verfügung und wissen nicht was Sie damit tun sollen? Dann sind Sie hier richtig.

Bevor es aber losgeht einleitend eine Art “Beipacktext”:
Der nun folgende Text beschreibt die Geschichte wie ich zu meinem OASYS kam, diesen verkaufen wollte, warum ich ihn dann doch behalten habe und garantiert nicht mehr hergeben werde. Hm, eigentlich war es das auch schon…. Sie wollen die Geschichte doch etwas detaillierter? Dann mein letzter Versuch Sie abzuschrecken - wenn Sie jemand sind, der ausschließlich mit seinem Laptop / PC / Mac etc. arbeitet und von “Hardware” nicht viel bis gar nichts hält, dann fürchte ist es verlorene Zeit. Hatte ich noch immer keinen Erfolg? Na dann mein allerletzter Versuch - dieser Erfahrungsbericht ist subjektiv und hängt sich nicht das Mäntelchen der Objektivität um. Allerdings wird man Ihnen seitens Korg jederzeit gerne bestätigen, dass ich in keinster Weise mit der Firma Korg verbunden bin. Vermutlich wird man Ihnen das sogar besonders gerne bestätigen, da ich mich bezüglich einiger Sounds des AL-1 im amerikanischen korgforum nicht eben NLP konform geäußert habe. Nun, ich habe Sie noch immer nicht verschreckt? Dann lassen Sie uns in medias res gehen.

Eigentlich war ich lange Zeit einer von denen, die den OASYS verspottet hatten. Zu teuer PUNKT Aus Ende der Diskussion. Dann kam mir aber mein Freund Andreas Ecker in die Quere und er als deutsches Pendant zu mir, der österreichischen Kaufkraft, teilte mir mit, dass nun ein OASYS in seinem Studio stünde. Baff… da blieb mir mal die Luft weg. Diese teure Kiste, wozu braucht man heute denn noch eine Art “M1″? Dieses Workstationungetüm, dessen Erzeuger einmal ein bisschen mit den Muskeln spielt? Unsere Freundschaft wurde einer Prüfung unterzogen.
Sie kennen das, man denkt eine Sache sei abgeschlossen, jedoch ist das Unterbewusstsein anderer Meinung. So ertappte ich mich immer wieder bei der Frage “taugt der OASYS wirklich etwas”? Was tut man in so einem Fall? Richtig, man sucht ein Musikgeschäft auf. Gesagt, getan. So betrat ich die entsprechende Abteilung eines Wiener Fachhändlers. Oasys? Nix, niente, de nada. Wie so oft in meiner Heimatstadt Wien, seitdem Korg (übrigens ebenso wie Roland) nicht mehr direkt sondern über Deutschland vertrieben wird, muss man als Kunde schon regelrecht darum betteln ein Gerät anzutesten. Nicht nur teuer, auch kein Service - Na Super. Meine Vorurteile wurden somit bestätigt. Erledigt, ad acta gelegt - dachte ich. Übrigens nur am Rande - ein Fast-Landsmann von mir, der in der schönen Stadt Salzburg lebt, hat vor kurzem dieselbe Erfahrung gemacht. Vielleicht sollten sich einmal gewisse Herrschaften Gedanken machen, dass man ein Gerät für einen derart stattlichen Preis schon gerne ‘mal antestet…. wobei sich hier getrost mehrere Hersteller angesprochen fühlen dürfen.

Wie Sie anhand der Länge dieses Erfahrungsberichts erkennen können war die Geschichte damit nicht zu Ende. Zum einen hatte ich in 25 Jahren eigentlich stets gute Erfahrungen mit der Firma Korg gemacht, zum anderen hatte ich den Verkauf meines Korg T-1 schon am nächsten Tag bereut. Um den Rest aber etwas abzukürzen - durch eine “glückliche” Fügung hatte ich die Kleinigkeit von (Betrag der Redaktion bekannt) bereit und mir einen OASYS online bestellt - lang lebe das Fernabgabegesetz (no risk no fun). Dass ich einige Nächte danach nicht wirklich gut geschlafen habe, war die Kehrseite der Medaille und sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Kurz vor dem 24.12.2005 war es dann aber soweit. Der Spediteur, der mir die nicht gerade kleine Kiste ins Vorzimmer stellte, sieht die Sache mit dem Fernabgabegesetz sicher mit anderen Augen. Zumindest verdient er daran und das ist doch heute das Wichtigste, oder? Wenn Sie übrigens die Schachtel samt 88er OASYS einmal heben sollten, denken Sie an diesen Mann, wenn Sie wollen auch an mich, denn das Ding wollte anschließend auch noch ins Studio gebracht werden.
Und damit sind wir schon beim Thema Preis. Laut http://www.korg.de beläuft sich die unverbindliche Preisempfehlung des 88 Tasten Modells auf € 8.931.-, die des kleinen Bruders auf € 8.119.-. Für unsere österreichischen Leser und damit es Eindruck macht, das entspricht ATS 122.893,24.- für 88 Tasten und ATS 111.719,88.- für 76. Sie sollten aber gleich auch noch das entsprechende und vor allem passende (!) RAM Steinchen dazurechnen, damit ihr OASYS nicht aus der Puste kommt und Sie aus dem Vollen schöpfen können. Stehen Sie noch, oder sitzen Sie schon?
Kein Pappenstil, zugegeben. Zumal Sie höchstwahrscheinlich, wenn Sie sich auch nur ein wenig für den OASYS interessieren, diverse - durchaus berechtigte - Rechenbeispiele kennen, “wenn ich mir einen PC kaufe, inkl. Logic, dazu einen Virus, dazu etc. etc. dann kommt mir das bei weitem billiger”. Mag sein, muss es aber nicht, denn was Sie wirklich alles mit dem OASYS bekommen, erfahren Sie etwas später. In jedem Fall wünsche ich Ihnen dann schon ´mal viel Spaß beim Aufbauen des gesamten Setups, Installieren, übrigens Mischpult nicht vergessen, denn das fehlt gerne bei derartigen Vergleichen und sollte schon ein bisschen besser sein, damit es qualitativ mithalten kann. Während Sie verkabeln und die Geräte vorschriftsgemäß aufstellen, können Sie schon mal die diversen Updates runter laden. Sie benötigen in diesem Setup ja einen Sequenzer mit HD Rekorderfunktion, logischerweise A/D Wandler, vielleicht noch den einen oder anderen digitalen Eingang (Wordclock?) und natürlich das gute alte MIDI Interface. Die Treiber passen alle? Gratuliere. Die Updates führen Sie auch regelmäßig durch und der letzte Bug, der Sie mitunter in Ihrer Arbeit gestört hat ist nun endlich auch behoben. Fein. Mein OASYS ist übrigens in der Zwischenzeit nach 1´43´´ hochgefahren und spielbereit.
“Ja, aber der Preis?!” höre ich Sie beharrlich fragen, ja richtig, der OASYS ist teuer. Gegenfrage, wissen Sie noch wie viel der Waldorf Wave damals neu gekostet hat? Nein. Macht nichts, aber vielleicht waren Sie auch Mitte der 80er einmal im For Music in Wien und hatten das Vergnügen auf einer der besten Tastaturen der Welt zu spielen. Welche ich da meine? Die des Sequential Circuits T-8, für den man damals stolze ATS 142.000.- (= € 10.319.-) hinblättern musste. Im Gegenzug erhielten Sie damals aber einen hervorragend klingenden Synthesizer. Wenngleich die Klangqualität zumindest nach meinem Dafürhalten einer der wichtigsten Punkte ist, so ist sie im OASYS doch nur einer von vielen, dazu aber später mehr.
Nun, da stand er also vor mir. Wäre die Optik das wichtigste Kriterium, dann hätte der OASYS schon ´mal ordentlich Punkte gesammelt. Das Design gibt etwas her, klare Gliederung der Bereiche, im Zentrum der schwenkbare LCD Schirm, die darunter angeordneten Pads, links daneben die Schiebregler mit darüber befindlichen Potentiometern. Links neben den Tasten befindet sich der für Korg typische Joystick, der nordwestlich von zwei Drucktastern und im Süden von einem Ribbon umgeben ist.

Rechts vom LCD Bildschirm befinden sich die Mode, Dateneingabe, Sequencer und Bank Select Daten. Jede Wette, ich habe etwas vergessen… Sei´s drum, alleine für die linke Seite sind zwei Hände nicht ausreichend… und irgendjemand sollte dann auch noch auf den Tasten spielen. Kurzum, hier gibt es in Summe ein paar Möglichkeiten um in das musikalische Geschehen einzugreifen. Wieso “musikalische Geschehen”, werden Sie sich vielleicht Fragen. Aber auch dazu später mehr, denn hier werden nicht nur klangliche Parameter, wie Cutoff oder Resonance in Echtzeit beeinflusst! Auf der Rückseite finden sich einige Ein- und Ausgänge die ich bedingt durch Faulheit nicht gewillt bin aufzuzählen.
Klar, den Rührstab habe ich vergessen! Frevel, ich weiß. Kompetente Jünger wissen auf Anhieb, dass es sich hier um einen “Vector Joystick” handelt. Vector Joystick? Hatten wir das nicht schon irgendwann einmal? Tja, und damit bin ich schon wieder bei der Firma Sequential Circuits (SCI) und deren Prophet, aber dieses Mal beim VS. Die Geschichte und den mit der Vectorsynthese verbundenen Namen werden Sie sicher kennen und dass diese Syntheseform nach dem Niedergang von SCI unter anderem in der Korg Wavestation wieder zu finden war, mit Sicherheit auch. Für uns ist an dieser Stelle interessant - Vector Synthese a´ la Wavestation dürfte mit dem OASYS wohl auch machbar sein. Allerdings möchte ich Sie an dieser Stelle schon einmal darauf hinweisen, dass der Vector Joystick auch in anderen Synthesizermodellen zur Anwendung gelangt.
Vielleicht noch abschließend ein paar Worte zur Verarbeitungsqualität. In 25 Jahren hat sich die Firma Korg hinsichtlich Verarbeitungsqualität bei mir ein sehr gutes - ich glaube man sagt heute neuhochdeutsch - “Standing” erarbeitet. MS-20, Mono/Poly, T-1, Prophecy und Z-1 waren ohne Fehl und Tadel und so stand meine Erwartungshaltung auf solidem Sockel. Eine erste Trübung erfuhr diese, als ich feststellen musste, dass der Schutzrahmen des Ein/Ausschalters ein klein wenig wackelte. Gut, hier sucht aber jemand das Haar in der Suppe, werden Sie sich jetzt denken. Hm? Stimmt… vielleicht. Andererseits erwarte ich mir bei einem derartigen Betrag so etwas wie Perfektion. Naiv, ich weiß. Aber vergessen Sie nicht, ich musste die Anschaffung vor allem vor mir rechtfertigen!
Was mich aber viel mehr gestört hat, war, dass mit Fortdauer eine der Keyboard Tasten (D1 um genau zu sein) einen billigen metallischen Klang von sich gab. So als ob die Rückholfeder nicht optimal befestigt, oder sonst etwas “suboptimal” war. Schade, ich hätte mir das gerne innen angesehen, aber die Garantie… Sie wissen? Gäbe es hier vor Ort eine Niederlassung so hätte ich im Schweiße meines Angesichts den OASYS eingepackt … aber die Geschichte kennen Sie ja schon.

An die Pads, die sich unterhalb des Screens befinden, musste ich mich erst gewöhnen. Hier liegt die Schuld allerdings bei meinen über die Jahre mit diversen MPCs verseuchten Fingern…. was ich damit meine? Lassen Sie es mich vielleicht so erklären - Achtung, jetzt kommt einer dieser Autovergleiche - haben Sie schon einmal bei einem VW Passat und einem Renault Scenic die Heckklappe zugeschlagen? Dann wissen sie sofort was ich meine. Wenn Sie vom Franzosen auf den Volkswagen wechseln ist alles im grünen Bereich, sollte es umgekehrt sein rate ich zur Vorsicht. Allerdings muss ich fairer Weise festhalten, dass die Pads bis zum heutigen Tag einwandfrei ihren Dienst versehen und Sie dürfen mir glauben, die verwende ich wirklich häufig. Der Grund dafür ist in der “Chord Assign” Funktion zu suchen. Sie drücken die gleichnamige Taste, danach betätigen Sie so viele weiße und schwarze Tasten wie Sie nur irgendwie wollen bzw. können und drücken z.B. Pad 1. Fertig. Wann immer Sie nun Pad 1 drücken wird der von Ihnen zuvor gespielte Akkord erklingen. Klar, keine neue Idee aber im Kontext eine sinnvolle und vor allem hilfreiche Ergänzung, die vor allem bei den Combinations nicht zu unterschätzen ist. Übrigens entsprechen die Programs einzelnen Klängen, von denen Sie bis zu 16 in Combinations miteinander kombinieren können.
Damit komme ich zu den Sounds. Nicht kleckern sondern klotzen lautet hier die Devise. Der OASYS kommt mit hunderten Klängen ab Werk daher, die auf die Bänke INT-A bis INT-G mit jeweils 128 Sounds aufgeteilt sind. Die Soundbank INT-G wurde leider mit GM Sounds kontaminiert und ist daher für Meinereiner Tabu. Wenn Sie den Arbeitsspeicher auf 2GB komplettiert haben, können Sie das EXs 2 Sampling Instrument mit seinen bescheidenen 503MB laden und finden in der USER Bank A einen Flügelsound. Und glauben Sie mir, das alleine ist es Wert. Flügelsounds sind nicht zuletzt auch dem persönlichen Geschmack unterworfen. Gemeinsam mit der gewichteten 88er Tastatur handelt es sich nach meinem Dafürhalten um den besten Sound den Korg bisher seinen Instrumenten mit auf den Weg gegeben hat. Selbst die anderen Pianosounds sind sicher nicht schlecht, aber die Flügelsounds der User Bank A übertreffen alle anderen. Hier wurde hinsichtlich der Zahl der Samples nicht gespart und das Resultat überzeugt. Mit dem Roland SRX-02 Piano Board war ich nie wirklich zufrieden, weshalb es unfair wäre dieses als Vergleich heranzuziehen. Aber Kurzweil, Clavia und Yamaha kenne ich, diese gefallen mir bei weitem nicht so gut. Rolands Pendant kenne ich nur in Form des SRX-02 Boards, dessen Sounds bei staccato Spielweise und schnellen Läufen durchaus zu gefallen weiß, darüber hinaus ist aber Endstation. Nicht zuletzt deswegen habe ich mich davon getrennt und Roland wohl mit dem SRX-11 Board eine Alternative angeboten. Aktuelle Fantom Modelle in Wien zu testen… aber Sie sind es wahrscheinlich schon Leid diesen Teil zu lesen…. verständlich, denn ich bin es Leid laufend diese Erfahrung machen zu müssen.
Der OASYS bietet die Sounds in einer zusammen gewürfelten Reihenfolge an - hier ein spezieller Dank an Korg, da mich 08/15 Anordnungen auf die 8 Akustikpianos folgen doppelt so viele E-Pianos mit ein paar Clavs und mit viel Glück einem schlechten CP-70, mit Saiten geht es weiter … kurzum, gähn. Es gibt natürlich Situationen in denen diese Reihenfolge durchaus von Relevanz ist, dann z.B. wenn Sie an einem Stück arbeiten und vor der Aufnahme noch schnell das dumpfe durch ein durchsetzungsfähigeres E-Piano ersetzen wollen. Für derartige Fälle bietet der OASYS, wie viele andere Produktionsmaschinen, eine nach Kategorien angeordnete Auflistung. Um bei obigem Beispiel zu bleiben, Sie drücken einmal am LCD Bildschirm auf “Keyboard” und siehe da, es öffnet sich die “Category” Übersicht. In diesem Fall ist diese derzeit in “All” und die weiteren Subkategorien “A.Piano”, “Synth E.Piano”, “Real E.Piano” und “Clav/Harpsichord” unterteilt. Vier weitere Plätze stehen für eigene Sammlungen zur Verfügung.
Damit komme ich gleich zu den E-Piano Sounds, die mir von Anbeginn an außerordentlich gut gefielen. Dieser positive Eindruck wurde bis heute nicht getrübt. Schön dynamisch spielbar profitieren viele natürlich auch von den guten bis sehr guten internen Effekten. Seit dem Trinity genießt Korg hier einen sehr guten Ruf, zu Recht wie ich meine. Einzig das Spitzenreverb namens “O-verb” weiß mir nicht so recht zu gefallen. Die Schul dafür trägt wohl ein dänischer Hersteller, dessen Reverb R4000 meine Ohren hier wohl für immer versaut hat. Ansonsten finden sich hier Dyanmics, EQ/Filter, OD-Amp/Mic Simulationen, Chorus/Flanger/Phaser, Modulation/Pitch Shifter, Delays, Reverbs sowie diverse Effektkombinationen aus den eben aufgezählten Gruppen. Wenn Sie den OASYS testen gehen Sie einfach auf die Effektseite (IFX für die Inserts) und deaktivieren sie diese. Der Sound bricht mit Sicherheit nicht zusammen, aber man sieht dass bei wie vielen Klängen die Effekte eine essentielle Rolle spielen. Bis zu zwölf Insert Effekte, sowie zwei Master Effekte können gleichzeitig eingesetzt werden. Mein Tipp, für den Fall, dass Sie aus dem Vollen schöpfen wollen, werfen Sie auf der Mastereffekt Seite einen Blick in das rechts oben im LCD befindliche, kleine grüne Rechteck. Es zeigt Ihnen die Zahl der noch zur Verfügung stehenden Stimmen an. Wenn Ihr Fuss nicht am Sustainpedal eingeschlafen sein sollte, gibt es im Program Mode kein Problem. Im Falle der Combinations kann es theoretisch sehr wohl ein solches geben. Allerdings besteht die Möglichkeit intern zu Resampeln und somit Resourcen frei zu machen. In all den Monaten bin ich noch nie an die Grenzen gestoßen, was zum einen daran liegen mag, dass ich ein musikalischer Minimalist bin und zum anderen daran, dass ich einen anderen Arbeitsstil bevorzuge. So nehme ich die Audiosignale derzeit im Rechner auf oder transferiere sie dort hin um diese zu mischen. Der Grund dafür ist in der Tatsache zu suchen, dass die Effekt Plug Ins für Compression und EQ einfach besser sind. Wer schon mit Duende, Liquid Mix und vor allem Universal Audio gearbeitet hat wird mir sicher zustimmen. Aha… höre ich Sie sagen, jetzt muss er doch wieder an den Rechner. Richtig, denn abgesehen von der technischen Qualität der genannten Tools, hat diese Vorgehensweise auch etwas “Reinigendes”, quasi eine Art Reset. Die Trennung von Knochenarbeit und Mischen ist bei mir mit der Hoffnung verbunden dem eigenen Schaffen nun wieder etwas neutraler gegenüber zu stehen (sitzen). Oft bleibt es da natürlich beim frommen Wunsch…. aber das ist eine andere Geschichte.

Nach diesem kleinen Exkurs wollen wir uns aber wieder dem OASYS widmen. Voller Freude war ich nun bereit für Momente der Kreativität in denen die Zeit im Flug vergeht und die Endorphine durch den Körper schießen. Diese Phase der Freude hielt jedoch nicht lange an. Dies lag in allererster Linie daran, dass der zu Beginn schnelle Zugang zu klanglich erfreulichen, eigenen Kreationen etwas abebbte und zum anderen an einem der integrierten Tools, das mich zu Beginn noch zu begeistern wusste. Nun da war das Akustik Piano, ok… ja… die E-Pianos… Klasse und noch eine Menge anderer Sounds, aber als jemand der mit Synthesizern aufgewachsen ist und diese als zentrales Werkzeug sieht, ist der AL-1 und dessen Qualität wichtig. Die Werksounds begannen ganz passabel. Die Programmierer zeigen wie sauber das Signal in den hohen Frequenzen ist (Windchimes), mussten dafür aber an anderen Stellen in den sauren Apfel beißen. Denn wie um alles in der Welt kann es sein, dass ich eine Workstation um 9k€ vor mir stehen habe und dessen virtuell analoger Synthesizer - der gerade einmal einen Teil einer 128er Bank zugeteilt bekam - für eine Kirchenorgel, sowie ein Grand Electric und ein Akkordeon herhalten muss? Hat man zu den internen Sounds die der Sample Player zur Verfügung steht so wenig vertrauen, oder zum AL-1? Bevor man mich steinigt, hier einige Anspieltipps: F011 “Pipes on Sunday” - in diesem Fall kann man noch sagen, ok, das Resultat ist passabel, hört man sich aber die gesampelten Alternativen an so kann man guten Gewissens von einer Zweiklassengesellschaft sprechen. F042 Zydeco Accordion… na ja, F073 Grand Electric, dem das eine oder andere E-Piano folgt. Etwa zur gleichen Zeit wurde der Korg Radias vorgestellt…
Nun gut, also der AL-1 mit seinen Sounds der INT-F Bank konnte mit dem Rest im OASYS nicht mithalten. Meine Unzufriedenheit ausschließlich daran aufzuhängen wäre aber unfair und entspräche zudem auch nicht ansatzweise der Realität. Tatsächlich befand ich mich in dem Teufelskreis, in den man sich durch immer neue Anschaffungen begibt. Was ich damit meine? Bevor man ein Instrument wirklich kennt und beherrscht muss schon wieder das nächste her. In der Anfangseuphorie auf einer Wolke schwebend glaubt man das Ei des Columbus gefunden zu haben, nur um nach einer gewissen Zeit mit einiger Ernüchterung wieder in einschlägiger Fachliteratur und deren Produktneuerscheinungen zu schmökern. Die Musikinstrumenten Hersteller werden nun sicher bleich beim Lesen dieser Zeilen - keine Bange, trifft ja nur auf mich zu. Und weil wir gerade bei Produzenten sind, eines fand ich damals auch verwunderlich, dass so genannten “offene System” war bis zu diesem Zeitpunkt für keinen externen Anbieter interessant? Eigenartig. Der OASYS fußt auf Linux, wenn ich nicht irre und da sollte es doch für den einen oder anderen Hersteller ein Leichtes sein, schon vorhandene Konzepte auf den OASYS zu übertragen. Naja und die Tatsache, dass Korg sein Flaggschiff auch nicht eben mit neuen Modulen und Modellen versorgte - mit einer Ausnahme auf die ich alsbald zu sprechen kommen werde - tat ihr Übriges. Um es auf den Punkt zu bringen, mein OASYS fand sich, so schnell konnte er nicht schauen, auf e-bay wieder. Es versteht sich von selbst, dass das damit lukrierte Geld wieder in neue Instrumente investiert hätte werden sollen.
Dem Konjunktiv können Sie entnehmen, dass die Geschichte anders weitergeht, als ich damals dachte. Kaum auf e-bay zum Verkauf angeboten, überkamen mich die ersten Zweifel. Denn eines hatte ich Ihnen nebst dem Orgelmodell CX-3 vorenthalten, das neu erschienene Saitenmodell STR-1. Dieses wusste mich nicht nur zu Beginn zu überzeugen, sondern ließ in dieser Phase starke Zweifel an der Richtigkeit meiner Verkaufsentscheidung aufkommen.
Klar, niemand nimmt ernsthaft an, dass man damit The Edge, Eric Clapton, Jeff Beck, Yngwie Malmsteen oder John McLaughlin kopieren könnte, aber das was einem da zur Verfügung gestellt wird, ist bei richtiger Spielweise schon beeindruckend. Und damit komme ich wieder zum Rührstab, der gerade bei einigen der STR-1 Gitarrensounds Wunder bewirkt. Beim Anspielen sollten Sie auch immer testen ob der Joystick nicht auch eine klangliche Änderung hervorruft. Meine Anspieltipps lauten USER E016 “Flamenco Guitar”, E020 “Lovers Guitar”, E027 “Spaghetti Guitar”, E042 “Celtic Harp”, E046 “High Mandolins”, E056 “Fretless Dark Bass”, E067 “Dirty STR-1 E.Piano” (ja Sie lesen richtig ein E-Piano!), E098 “Icecream Pad”, E099 “Healing Waters” und E117 “Bad Man”. Ich muss es nochmals betonen, bei all diesen Klängen sollten Sie reichlich von Vector Joystick und Joystick Gebrauch machen. Nebst den Imitaten gibt es aber auch synthetisches Klangmaterial, dass einen ganz eigenen Charakter hat.
Etwa zeitgleich tauschte ich mich mit einem Freund in Übersee (nicht das südbayrische) aus, der sich meine Geschichte, vor allem die Kritik am AL-1 anhörte und darauf lapidar erwiderte “Wenn Du ihn jetzt verkaufst, ärgerst Du Dich in ein paar Wochen”. Hm.. ? Unter diesem Eindruck und der Tatsache dass ich mit einem neuen Instrument mit Sicherheit nicht glücklicher werden würde, hoffte ich nun darauf, dass sich kein Käufer fand. Mein Wunsch wurde erhört und so beschloss ich, mich nun vermehrt dem OASYS zu widmen. Unter uns, für einen pathologischen Musikinstrumente Käufer war der OASYS eigentlich ohnedies ein Eldorado. Warum? Weil weitere Investitionen durchaus im Bereich des Möglichen waren, allerdings in ein bestehendes System fließen würden.
Kurze Zeit später veröffentlichte Korg unter den Neuigkeiten eine Nachricht, die das baldige Erscheinen des neuen OS1.2 ankündigte. Neben einigen Features soll der OASYS mit diesem Update befähigt sein den MS-20 und den Polysix aus der Analog Collection zu modellieren. Tja…. da hatte ich wohl noch einmal richtig Glück gehabt! Im Gegensatz zum kostenlosen STR-1 Modell, soll die LAC für US Dollar 249.- zu haben sein. Zum Zeitpunkt dieses Berichts ist sie leider noch nicht erhältlich.

Wie erwähnt habe ich mich von diesem Tag mehr, um nicht zu sagen ausschließlich, mit dem OASYS auseinander gesetzt und ich ertappe mich vermehrt bei dem Gedanken mich bis auf den Minimoog Voyager und den Hartmann Neuron von allen Instrumenten zu trennen.
In den 80ern durfte ich einst einer Synclavier Demonstration beiwohnen und damals wünschte ich mir eines Tages eine Produktionsmaschine ähnlichen Kalibers mein Eigen nennen zu dürfen… und so gewagt sich dieser Vergleich für den einen oder anderen lesen mag, bis auf FM bietet der OASYS alles und somit hat sich dieser Wunsch für mich erfüllt. Und wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages auch FM im OASYS, denn wie mir erst vor nicht allzu langer Zeit ein österreichischer Musikerkollege eindrucksvoll vorführte, gab es von Korg schon einmal einen Synthesizer dessen Tonerzeugung auf FM basiert…..
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Audiodemos zu diesem Artikel finden Sie auf
http://www.musicianslife.de/2006/09/24/meine-oasys-geschichte
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