Archive for November, 2008

November 14th, 2008

Interview g - KARO Grand Pianos

Posted in Interviews - g by blogasys

steinway
Einer der gesampelten Flügel - Steinway & Sons

Wer etwas zur Entstehung von KARO, der Sampleklangschmiede für KORG’s OASYS, wissen will, dem sei das entsprechende Interview auf www.amazona.de empfohlen. Hier wollen wir uns ausschließlich der KARO Grand Piano Sample Library widmen.

Blogasys: Olli und Kurt, was war für euch der Beweggrund dieses Projekt in Angriff zu nehmen?

KARO: Die KARO Grands waren eigentlich schon vor 2 Jahren geplant, dann aber doch durch die Granular Atmospheres wieder ins Hintertreffen geraten. Nachdem in letzter Zeit öfter User wegen Top Klavieren nachgefragt hatten haben wir uns kurz entschlossen an die Arbeit gemacht und somit unser Vorhaben vor 2 Jahren in die Tat umgesetzt.

Blogasys: Wie ich den Postings auf karma-lab und im korgforum entnommen habe, ist die Auswahl stetig erweitert worden? Hat sich für euch dieser doch beträchtliche Mehraufwand gelohnt?

KARO: Grundidee der KARO Grands waren Pianos in bester Qualität mit Wärme und Ausdruck, der Mehraufwand stand zu keinem Zeitpunkt wirklich im Vordergrund. Durch unsere Kontakte in der Musikbranche konnten wir den Mehraufwand aber dennoch in einem überschaubaren Rahmen halten.

manuel+olli
Manuel Veronesi und Oliver Rehn, RO von KARO

Blogasys: Nun zu den Aufnahmen selbst. Wo habt ihr die unterschiedlichen Flügel aufgenommen und wer hat diese eingespielt? Vor allem interessiert mich wie ihr das Problem der vier Velocity Zonen bei den Aufnahmen, respektive beim Einspielen, gelöst habt.

KARO: Die Steinways haben wir in der Mannheimer Musikhochschule mit Manuel Veronesi aufgenommen. Den Fazioli bei einem Anwender direkt zuhause, den Bechstein und Bösendorfer in einem grossen Pianohaus. Der Einspielvorgang wurde über eine Konstruktion mit einem aus Filz beklebten Klöppel durchgeführt. Innerhalb der Mechanik konnten wir den Druck der auf die einzelnen Tasten wirkte zu jedem Zeitpunkt beeinflussen und so die einzelnen Velocity Stufen erzeugen. Der Samplestart und das Auslösen des Klöppels wurde über eine von mir gebaute Elektronik mit Magnet erledigt.

Blogasys: Welches Recording Equipment kam zum Einsatz und natürlich die Frage schlechthin, wie habt ihr mikrofoniert (welche Mikrofone, wie positioniert, Direktklang / Raum, usw.)?

KARO: Wir arbeiteten mit zwei Systemen. In der Hochschule verwendeten wir das dort befindliche Studer Pult mit Lake Poeple Wandlern, bei allen anderen Recording Session setzten wir einen unserer 19“ Rechner mit einem grossen Scope System (Sonic Core) ein. Bei der Mikrofonierung handelte sich zum Einen um eine A B Aufstellung für den Raum mit Shoeps MK 20 Kugeln, zum Anderen (beim Fluegel) als Stuetze eine Kombination aus Neumann TLM 170 auf Breite Niere eingestellt um einen “warmen, flaechigen Klang” in der Stuetze zu bekommen. Zum Schluss Neumann KM 143 auch Breite Niere, weil diese Mikrophone knackig und brillant klingen. Im Pult waren die 3 Mikrophonpaare alle mit Umgehung des Poti Reglers also L R, L R, L R gesetzt. Die Aufnahme erfolgte mit 48kHz/24 bit und wurde später auf 48kHz/16 bit konvertiert.

mikrofone
Mikrofonierung

Blogasys: Ich denke in Summe kommt da einiges an Samples zusammen. Wie habt ihr das dann organisatorisch gemacht? Hat einer die Samples nachbearbeitet und der andere begonnen die Samples in den OASYS zu laden um die ersten Programs zu erstellen?

KARO: Da wir mehrere Session gemacht haben kam natürlich einiges an Material zusammen.
Es waren ca. 4000 Samples, das erfordert ein hohes Maß an Genauigkeit was die Archivierung betrifft. Nachgearbeitet wurden die Samples im Rechner lediglich am Startpunkt, alle anderen Parameter wurden direkt im OASYS korrigiert. Wir haben in unseren Projekten ja immer eine klare Arbeitsteilung. Außerhalb des OASYS arbeite ich, alle anderen Arbeiten innerhalb des OASYS erledigt Kurt. Was die Klangformung und den Eindruck der Samples betrifft arbeiten wir jedoch meistens zusammen.

Blogasys: Nochmals kurz zu den Samples, wie lange sind diese und warum habt ihr euch gegen das Loopen entschieden?

KARO: Die Samplelänge schwankt von 28 - 38 sec., von Loops sind wir bei einigen der ersten Tests vollkommen abgekommen, da diese in Punkto Authentizität nicht unseren Erwartungen entsprachen.

Blogasys: Das ist auch der Grund, warum eure Sounds einiges an RAM benötigen. Wie geht ein OASYS User nun am besten vor, wenn er die KARO Philharmonic und die KORG Exs3 Samples verwenden will?

KARO: Da muss ich eine klare Antwort geben, das ist zum derzeitigen Stand nicht möglich.
Man müsste eine Disk Streaming Funktion haben.

Blogasys: Warum so viele unterschiedliche Flügel?

KARO: Um jeden Geschmack anzusprechen haben wir zum Schluss doch einige Grands mehr gemacht. Es ist von Anwender zu Anwender vollkommen verschieden. Wir hatten einige Pianisten die uns mit Rat und Tat zur Seite standen. Jeder hatte zum Schluss seinen persönlichen Liebling gefunden.

Manuel+Kurt
Manuel Veronesi und Kurt Ader, KA von KARO

Blogasys: .. ich vermute jeder von euch hat zumindest einen “favourite”?

KARO: Kurt favorisiert den Bechstein und Steinway, mir gefallen der Schimmel und der Steinweg besonders. Selbst wir haben hier verschiedene Geschmäcker.

Blogasys: Könnt ihr uns schon verraten welche Libraries als nächste Veröffentlichungen geplant sind ☺?

KARO: Wir arbeiten bereits an der nächsten Library, welche zum Jahresanfang 2009 erscheinen wird. Um was es sich dabei handelt möchten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten.

Blogasys: Vielen Dank für das Interview.

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© all fotos by Oliver Rehn, edited by blogasys

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November 8th, 2008

Fairlight CMI

Posted in Off Topic - e/g by blogasys

Fairlight CMI ABC TV video
Some fun to watch - short video clips taken in the early days of sampling

youtube Fairlight CMI on “This Week” ABC TV.

Peter Gabriel - yes that’s really him - playing the Fairlight CMI.

One of this guys is obviously Mr. Hancock meanwhile a KORG OASYS user. But I guess I have seen this other gentleman once before as well.. :-).

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