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Februar 14th, 2010

Yamaha CP1 Test

Posted in Yamaha CP1, Test - e/g by blogasys

Ich muss vorausschicken - dies ist kein „professioneller” Test sondern viel mehr die Wiedergabe und Zusammenfassung einer rein subjektiven Wahrnehmung, meiner.

Daten und Fakten entnehmen Sie bitte am Besten zB diesen beiden links Features und Specifications. Einen, wie ich finde, sehr guten Testbericht (von Jörg Sunderkötter) können Sie der aktuellen Keyboards Ausgabe entnehmen. Hier hingegen können Sie lesen was mir, einem User und potentiellen Kunden, am Yamaha CP1 wichtig ist, gefällt bzw. missfällt und warum dies so ist.

Leider kann ich derzeit mit keinen Yamaha CP1 Fotos dienen, da mir das Aufnehmen selbiger gestern auf doch recht unfreundliche Weise in der Klangfarbe untersagt wurde. Die Aussage selbst kann ich nicht wirklich nachvollziehen, zumal ich hier im Blog die Quelle angebe und auch stets einen entsprechenden link setze, aber ich respektiere sie - keine Frage. Allein die Art und Weise wie mir das kommuniziert wurde - und das vor einem Zeugen - ist inakzeptabel und hat sich auf meine ansonsten sehr gute Laune äußerst negativ niedergeschlagen. Der Endeffekt war der, dass ich anstatt einer getätigten Bestellung und ein paar geschossener Fotos verärgert von Dannen gezogen bin. Aber genug davon.

Jedoch… der aufmerksame Leser hat es bestimmt bemerkt, Yamaha’s neuester Stage Sprössling CP1 wusste mir abseits dieser Erfahrung zu gefallen - von daher habe ich das ResĂĽmee schon vorweggenommen.

Aber nun der Reihe nach. Wie Sie wissen verwendet das CP1 nicht mehr gesampelte Pianoklänge auf herkömmliche Art und Weise. Dh. Velocity Switches zwischen weiss Gott wie vielen Ebenen und die damit verbundenen klanglichen Sprünge sind somit Geschichte. Wie Yamaha dies im Detail mittels Spectral Component Modeling Technology umgesetzt hat bleibt - zumindest ist dies mein derzeitiger Wissensstand - ein gehütetes Geheimnis. Ein bisschen mehr an Information können Sie dieser Broschüre entnehmen.

Roland hat mit dem V-Piano meines Erachtens die Latte hinsichtlich Klangqualität sehr hoch gelegt. Sollten Sie auf der Suche nach einem maĂźgeschneiderten FlĂĽgel sein, hier könnten Sie fĂĽndig werden. Ob das V-Piano dann tatsächlich zu einem Steinway-, Bösendorfer-, Fazioli-, Bechstein-, Yamaha-Replikat mutiert…. ich weiss es nicht, ebenso wenig ob dass das wirklich Ziel ist. Gut klingen tut es, um ehrlich zu sein, sogar sehr gut – das steht fĂĽr mich fest. Vom ganz weichen, warmen bis zum obertonreichen Klang eines FlĂĽgels ist es nur ein Drehen, wenngleich das V-Piano wesentlich mehr Parameter und somit Eingriffsmöglichkeiten zur VerfĂĽgung stellt als es die beiden eben beschriebenen Klangcharaktere suggerieren. Die dazu erhältliche Software gestattet dem elektronikbegeisterten oder zumindest aufgeschlossenen Pianisten ebenso wie dem Experimentfreudigen schon so einiges…. Was mich hingegen nicht zu hundert Prozent begeistern wusste war die Tastatur. Aber Sie erinnern sich? Genau. Dies hier ist rein subjektiv.

Vielleicht wundern Sie sich warum ausgerechnet ein ausgewiesener OASYS aber auch Neuron User Ausschau nach einem authentischen Klavierklang hält. Nun, ganz einfach… oder auch nicht, nach einer recht turbulenten privaten Zeit und der damit einhergehenden Entfernung von der Musik, gab es so etwas wie einen „Reset“. So hat auch alles sein Gutes und so sehr ich KORG’s OASYS schätze, so klingt er doch … nach Plastik. Wissen Sie wie ich das meine? Die synthetischen Klänge sind ohne Zweifel von sehr guter Qualität, aber irgendetwas fehlt mir seit einiger Zeit. Und so nimmt es nicht Wunder, dass ich mich vermehrt dabei ertappe ausschlieĂźlich Pianosounds oder mit einem der selbst programmierten FM Sounds zu spielen. Im letzteren Fall wusste mich stets die Dynamik der MOD-7 Sounds zu begeistern, im Gegensatz zu den Pianosounds. Diese sind nicht schlecht aber eben Samples und mit den damit verbundenen Nachteilen behaftet. Eine Momentaufnahme eines Klangs dessen Ausdruckskraft man nur durch zu Hilfenahme auf die SprĂĽnge helfen kann.

Ausdruckskraft, die habe ich vermisst und genau da setzt fĂĽr mich Yamaha’s CP1 an. Sie schalten das Instrument ein, legen die Finger auf die Tastatur und beginnen zu spielen. Das bringt mich gleich zur Tastatur, die angenehm zu spielen ist und sich durch einen sehr guten Response auszeichnet und mir schon gleich einmal positiv im Vergleich zu Roland’s Pendant aufgefallen ist. Und da ist er, der Klavierklang so wie ich ihn mir vorgestellt habe. Als Vorlage diente Yamaha’s Concert Grand Piano und kurzum, so stelle ich mir einen FlĂĽgelklang vor. Wenn Sie die Gelegenheit haben auf einem Yamaha CP1 zu spielen, nutzen Sie sie. Dynamisches Spiel, mal ganz leicht und sanft bis ganz stark und bei alledem, kein Ăśbergang zu hören. Sie hätten gerne insgesamt einen weicheren, warmen, klassischen Klavierklang? Kein Problem, einmal leicht an einem der Regler gedreht und da ist er und das in einer Qualität, die ich so noch nicht gehört habe. Sie hätten jetzt gerne ein Audiodemo? Glauben Sie mir – ich auch, aber die GrĂĽnde sind uns beiden bekannt.. Nichtsdestotrotz finden sich in den unendlichen Weiten des Internets schon Demos von Usern und an dieser Stelle geht mein Dank an Christian Lindquist©, der den unten stehenden CP1 Eintrag mit seinem link kommentiert hat.

Und? Was meinen Sie? Kann sich hören lassen, oder? Wer hier jammert tut dies auf sehr hohem Niveau, wie man dieser Tage gerne sagt. Bei mir wurde unmittelbar nach dem Spielen dieses Sounds der Promoter des „Kaufgelüstegens“ (ein ganz heimtükisches Gen – dies nur als Randnotiz unter uns) angeschaltet und mit der Expression desselben Gens in Unmengen begonnen.

Wie Sie diesem Text etwas weiter oben entnehmen können habe ich eine hohe Affinität zu OASYS’ FM Pianos. Wir sprechen hier jedoch nicht vom Yamaha DX-7 Glockerlrhodes, sondern von meinen Wurlitzer und GS-1 Gehversuchen. Vor allem das Wurlitzer hat es mir angetan und Yamaha’s CP-80 hat mir – sorry, hier folgt nun das offizielle Outing – als Kind der 80er, so manch schöne Stunde an Musikgenuss bereitet. Von Peter Gabriel bis Ultravox und U2.. und so war meine Erwartungshaltung keine geringe. Tja… und da war es nun, abgespeichert als erstes Factorypreset, die interne Effektsektion durchlaufend, hm…. vielleicht waren meine Finger zu steif, die EndorphinausschĂĽttung fĂĽr einen Mann meines Alters zuvor einfach zu hoch gewesen… also umhauen? Nein. Etwas zu drahtig fĂĽr meinen Geschmack, zu dĂĽnn …. irgendwie so gar nicht wie ich es in Erinnerung habe. Nächstes Preset … aha … Euphorie? Sorry, ok, dann noch eines weiter und… und? Siehe da, mit Chorus angereichert, und generell etwas weicher im Charakter… singt da hinten nicht Peter Gabriel? Das wusste mir dann so richtig zu gefallen und zeigt, dass die internen Effekte mithelfen vor allem die E-Piano Sounds noch vielfältiger zu gestalten.

An dieser Stelle vielleicht gleich noch ein paar Worte zum Hall. Da habe ich schon besseres gehört und das auch schon vor ein paar Jahren. Dennoch, Live allemal in Ordnung, fĂĽr einige Produktionen – keine Frage – nichtsdestotrotz bestimmt brauchbar. Einen Vergleich zu Roland’s V-Piano wĂĽrde das CP-1 jedoch verlieren. Im Studio wĂĽrde man sich aber höchstwahrscheinlich ohnedies eines Top Hall- und Raumsimulationsprozessors bedienen oder auf einen Faltungshall zurĂĽckgreifen. In diesem Fall drĂĽckt man einmal auf den entsprechenden Druckknopf um das interne Reverb zu deaktivieren und schon ist der Sound trocken. Ăśbrigens, der Signalfluss ist links vom Display (das ist die Stelle an der sich ein Foto sicher gut machen wĂĽrde) derart klar dargestellt, dass man darĂĽber nicht wirklich viele Worte verlieren muss. Das Design ist - je nach Geschmack - ansprechend aber auch intuitiv, wobei man es hier mit einem einfachen Kandidaten zu tun hat. Dennoch, es gibt auch Negativbeispiele zu diesem Thema, das CP-1 ist allerdings keines.

Also wir fassen einmal zusammen, die akustischen Pianos haben mich voll und ganz überzeugt, der hauseigene CP Vorfahre der 80er hat es im dritten Anlauf auch geschafft. Wie geht es nun bei den Presets weiter? Es folgen die Fendersounds und dazu nur so viel – wer unbedingt herumschrauben will (der Verfasser dieser Zeilen zählt sich selbstredend nach wie vor zu dieser Spezies) der kann sich hier ausleben. In Zusammenhang mit den Effekten wird das Thema Fender Rhodes im CP1 wirklich gut abgedeckt und ist somit für mich auf der Habenseite zu finden. Authentisch und mit Liebe zum Detail. Hakerl, würde ich an dieser Stelle sagen.

Um ehrlich zu sein – keine Bange, ich war es vorhin auch, aber es ist so eine nette Floskel die man tagtäglich hört, dass ich nicht umhin komme mich dieser ebenfalls zu bedienen … so .. wo war ich? .. ja, ich wollte von meinem Outing ablenken. Also, ich geb’s zu, ich mochte Supertramp… aber dafĂĽr mĂĽssen Sie mir zu Gute halten, dass ich hier einer der ersten war, der Depeche Mode mochte und sich daran bis heute nichts geändert hat. Was ich von Kraftwert nicht behaupten kann. Was das hier zu suchen hat? Eigentlich nichts, aber sich als Supertramp Fan zu outen verlangt einem schon Mut ab. Egal. Jedenfalls habe ich seit damals zu Wurlitzersounds die Stimme von Roger Hodgson assoziiert und schlimmer noch, eine hohe Affinität. Die Konsequenz daraus? Ich hätte diesen fĂĽr mich “klassischen” E-Piano Klang zu gerne in adequater Form und das wenn möglich auf Knopfdruck abrufbar, bzw. im Split. Mit diesem Wunsch und einer hohen Erwartungshaltung resultierend aus dem zuvor Gehörten ging ich sogleich ans Werk. Tja.. und wie so oft im Leben kommt es anders… und als man denkt. Irgendwie hatte ich den Wurlitzer Sound anders in Erinnerung. Irgendetwas fehlt mir und offen gestanden ist der Unterschied der beiden Modelle fĂĽr mich nicht so signifikant wie er es im Falle der Fender Rhodes E-Pianos ist. Kurzum – hier war ich offen gestanden etwas enttäuscht. Vielleicht lag es daran, dass ich mich mehr mit diesem Sound auseinandersetzen hätte mĂĽssen, oder meine Ohren auch schon erschöpft waren - dennoch, das was auf meiner Wunschliste steht habe ich so nicht im CP1 vorgefunden. In diesem Fall kam ich jedoch nicht so schnell klanglich dorthin wo ich gerne hingekommen wäre. Das war im Falle des Rhodes anders.

Nun gut, das Stichwort ist gefallen – FM, Yamaha DX-7 ick hör dir trapsen. Da waren sie dann die vier DX E-Piano Sounds. Auch hier wieder extrem hoher Wiedererkennungswert – no na, werden Sie mir entgegnen und Recht haben Sie – jedoch, zwei der vier Varianten wären fĂĽr mich verzichtbar, dafĂĽr hätte ich lieber eines der GS E-Pianos vorgefunden. Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch, die technische Qualität der vier FM Sounds ist ohne jeglichen Zweifel gut und in Zusammenhang mit den internen Effekten lässt sich so einiges machen, aber irgendwie vermisse ich einen Sound der in Richtung der berĂĽhmten „Tänzerin“ geht. Es muss kein 1:1 Replikat sein, es wĂĽrde wohl heute keiner mehr in einem StĂĽck einsetzen können… aber der Grundsound, dieser holzige Charakter, die Breite und FĂĽlle, das, ja genau das vermisse ich hier. Die FM Klassiker sind selbstredend ohne Fehl und Tadel und das Thema E-Piano deckt Yamaha’s CP1 trotz Wurlitzer Enttäuschung sehr gut ab. Was bietet Roland’s V-Piano rasch noch?

Erfreulich auch die Möglichkeit zwei Sounds übereinander zu legen. Hier gibt es werksseitig schon einige sehr schöne und inspirierende Kombinationen. Toto hätten ihre Freude daran zB einen Flügelsound mit einer derartigen Qualität und darüber ein FM Piano von nicht minderer Qualität „stacken“ zu können. Generell kann ich mir vorstellen, dass das CP1 mit seinem doch nicht eben günstigen Preis den einen oder anderen abschrecken wird. Musiker wie Elton John (man denke an seine Tour mit dem Roland RD-1000), Billy Joel aber ebenso Chick Corea und Herbie Hancock wird das eher nicht betreffen und ich kann mir vorstellen, dass diese genau auf ein derartiges Instrument für Live-Auftritte gewartet haben. Tourmanagern stehen die Schweißperlen nicht mehr auf der Stirn ob der Kosten, Techniker werden die etwas weniger als 30kg sicher auch nicht eben ungelegen kommen und das Thema „Stimmung“ bezieht sich dann auf hoffentlich primär auf die des Publikums.

Nun, wie sieht es nun im Vergleich zu Rolands V-Piano aus? Ganz offen, ich fĂĽr meinen Teil gebe eindeutig dem CP1 den Vorzug. Das akustische Piano bietet das was ich suche, ist dank der NW Tastatur wunderbar zu spielen und inspirierend - was will man mehr, frage ich da. Und der Rest ist nicht nur Zugabe. Ich bin mir sicher, dass mit etwas MuĂźe der eine oder andere Sound schnell programmiert und abrufbar ist.

Das allerorts gelobte Design - siehe dazu auch Yamaha’s eigene Seite - sieht in natura nicht ganz so lässig (fĂĽr die jungen Leser = cool) aus wie auf den im Internet verfĂĽgbaren Herstellerfotos. Wichtiger aus meiner Sicht ist jedoch inwieweit bereitet es Freude auf einem Instrument zu spielen, oder dem Zeitgeist folgend – gelingt es in den „Flow“ zu kommen…. und das tut es im Falle des CP1, eindeutig.

Verstehen Sie warum ein Pitch Bend Wheel die linke Seite neben der Tastatur des CP1 ziert? Mir ist es nämlich völlig unklar. Pianosounds zu pitch benden..? Naja, ich weiss nicht. Zugegeben, mit dieser Tastatur wĂĽrde das CP1 ein sehr gutes Masterkeyboard abgeben, nur ist das nicht das einzige Kriterium. In Zeiten der Softwaresynthesizer und DAWs denke ich ist wohl fĂĽr viele eine stattliche Zahl an Controllern ein Muss. Aber selbst wenn dem nicht so sein sollte, dann wĂĽrde ich mir zumindest noch ein Modulationwheel erwarten. Der Pitch Bender kommt mir da doch recht verloren vor…

Bottom Line: da gibt es letztendlich nichts zu sagen, was Sie nicht auch schon zu Beginn hier lesen konnten. Mich hat das Yamaha CP1 ĂĽberzeugt und ich hege die Hoffnung schon bald im eigenen Heim auf meinem CP1 spielen zu können. Einfach nur Klavier spielen, Harmonien, Melodien… nicht mehr, und nicht weniger.

ADDENDUM:
In der Zwischenzeit hat Christian Lindquist auf seiner Webseite je ein CP80 sowie ein Fender Rhodes Demo online gestellt.

Hier noch ein wie ich finde sehr ansprechendes Beispiel von Xantone Blacq.

Und hier noch die Comparison Chart der 3 aktuellen CP Modelle.

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Juni 2nd, 2007

The SAW comparison: AL-1 / MS-20 / Polysix

Posted in Polysix, MS-20, AL-1, Test - e/g by blogasys

During programming and playing some sounds on the OASYS I became curious about the differences of all these internal VAs one has access to.

There are many obvious ones, for example the number of Oscillators, Waveforms, Filter types, Modulation Sources and Targets etc. But this is not what I am interested in, you can find that on your own either in OASYS or the manual. But for example, how do the SAW waveforms in AL-1, MS-20 and Polysix sound? Is there an audible difference or at least a visible one? And what about the Filter?

dp5.1_screenshotScreenshot of dp5.1 project showing MIDI file and corresponding audio file of AL-1, MS-20, Polysix and a “reference”

So I decided to program INIT files for each of OASYS`VAs as there are non by default. Each one consisting of a single oscillator, playing a SAW waveform. The different Filters and their CutOff (CF) are completely open (depending on the VA this means value = 10 or 99) and Resonance = 0. For MS-20 the High Pass Filter was not touched. Additionally I tried to set the envelopes to the same settings within the different synthesizers and deactivated Keyboard Tracking and other Modulation Sources as most as possible.

I recorded then with MOTUs dp5.1 a MIDI sequence consisting of one note played legato. During recording I closed the filter (CF: Max -> 0) and after reaching 0 I increased Resonance to Max (R: 0 -> Max) and opened the filter again (CF: 0 -> Max). Afterwards CF was kept @ Max and R was put from Max -> 0 and finally the filter closed at the end. This MIDI File was copied to two more channels in dp5.1 to get equal MIDI Data for transfer and trigger AL-1, MS-20 and Polysix.

Audio files were recorded by using OASYS’ ADAT Out which feed as usual ADAT In of Lynx Audio Interface (OASYS WordClock Sync was set to “external”). Audiofiles were exported from dp5.1 to Bias’ Peak which was then used to make screenshots of the thre + audio files.

Canditate 1: AL-1

al-1_saw
Screenshot of AL-1 audiofile recorded with MOTUs dp5.1


AL-1 audio file

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Canditate 2: MS-20

ms-20_saw
Screenshot of MS-20 audiofile recorded with MOTUs dp5.1


MS-20 audio file

_________________________________

Canditate 3: Polysix

polysix-saw
Screenshot of Polysix audiofile recorded with MOTUs dp5.1


Polysix audio file

…. last but not least the “reference”

Reference:

voyager_saw
Screenshot of “reference” audiofile recorded with MOTUs dp5.1


Reference audio file

The process of changing CF and R of the “reference” file is not as fast as in the other files. The generated MIDI file used for AL-1, MS-20 and Polysix could not be used. Voyager was used to give listeners an idea of how a Moog behaves in a similar situation.

It would have been interesting to compare the LAC brothers to their hardware ancestors, no doubt about that. Anyway, I would like to congratulate the person(s) who programmed all the different VAs and most of all the one who did the Polysix. I remember myself posting @ korgforums shortly after the LAC release that the Polysix sounds a little “moogish”…..

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Mai 1st, 2007

Kabelvergleich ResĂĽmee

Posted in Test - e/g by blogasys

Nach einer kleinen Pause ist es nun soweit, das “Kabelvergleich ResĂĽmee”.

Wenngleich die Zahl der Teilnehmer gering war und die Statistik daher ihre Schwächen hat, sprich nicht repräsentativ ist - so gibt es dennoch ein Audiofile, das nach Meinung der “Mehrheit” besser klingt als die anderen.

Keine Frage, der Test hätte sicher anders gestaltet werden können. Da wären zB die analogen Kabelwege, die stets eine Mischung aus Kabeln zweier Hersteller waren. Der Unterschied im Bereich der analogen Signalübertragung hat sich somit auf 3m Kabellänge reduziert. Nicht eben viel, wenn man die gesamte Strecke die ein Signal zurücklegt berücksichtigt.

Haben Sie zwischen all den Files keinerlei Unterschied gehört, so ist eine mögliche Interpretation die, dass das Geld in die ADAT Out Expansion fĂĽr den OASYS rausgeworfenes Geld ist. Es sei denn Ihr OASYS zählt zu den Exemplaren, das bei maximalem Ausgansgvolumen ĂĽber die analogen Ausgänge nicht ganz so sauber klingt wie man das erwarten wĂĽrde. Soll es ja geben…

Wenn sie über ADAT Lightpipes aufgenommene Files per se als Maß aller Dinge erachten, dann könnte man eventuell zu dem Schluss gelangen, dass die Kabeln namhafter Hersteller sowie die beiden Avalon U5s zumindest keinen negativen Einfluss auf die Güte des Signals gehabt haben.

Um den EinfluĂź der Avalon U5s zu ĂĽberprĂĽfen, bietet sich als Kontrolle eine direkte Verbindung der analogen OASYS Ausgänge mit den analogen Ausgängen der Lynx PCI Karte an. Klingt das Ergebnis Ihrer Meinung nach dann so wie alle anderen Files, wäre die Investition in das ADAT Out Board wohl nicht wirklich zu rechtfertigen. Selbiges gilt fĂĽr Avalon’s U5 DI Boxen. Zum Thema digitaler SignalĂĽbertragung gäbe es eine ganze Menge zu sagen, aber darum geht es hier ja nur am Rande. Vielleicht abschlieĂźend, wenn Sie mehrere digitale Quellen miteinander verbinden wollen beginnt das Spiel mit der Suche nach einem geeigneten Wordclock Generator. Vielleicht ergeht es Ihnen aber auch so wie mir, der Hartmann Neuron sendet digital in 44.1kHz und der OASYS bekanntlich in 48kHz. Danke.

Selbstredend gibt es Situationen die die Anschaffung des ADAT Out Boards rechtfertigen. Als ein stellvertretendes Beispiel sei hier der Fall erwähnt, dass alle analogen Eingänge Ihres Audiointerfaces schon belegt sind - von derartigen Situationen wurde schon berichtet. In diesem Fall könnte man - sofern man eben keinen Unterschied feststellen konnte - dann aus dem Vergleich der Audiofiles den Schluss ziehen, dass das digitale Signal zumindest nicht schlechter klingt als die analogen Verbindungen. Is ja auch etwas…

Zählen Sie aber zu den Hörern, die einen Unterschied gehört haben, dann wird es nun spannend. Hier folgt die Auflösung:

File A = Klotz
File B = ADAT 2
File C = Vovox
File D = Sommercable
File E = ADAT 1

Damit es hier auch noch ein Bildchen gibt, soll an dieser Stelle Excel das Ergebnis graphisch darstellen. “Susi wird das nun fĂĽr uns zusammenfassen…..”

Kabelvergleich - Graphik

Erstaunlich aus meiner Sicht - wahrscheinlich weil ich es erwartet habe - die ADAT Files sind NICHT der Sieger. Ansonsten gäbe es aus meiner Sicht hier noch einiges zu sagen, aber….

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März 31st, 2007

Cable Comparison + OASYS Piano EXs 2

Posted in Polls - e/g, Test - e/g by blogasys

cables

I never cared a lot about cables but as a curious person I once decided to order a pair of Monster cables. It was the fact that they are polarising which made me enquiring - either you love them, or you hate them.

It did not take long and this one pair of Monster Cable found itself connected between the Roland XV-88 and the AKAI DPS-24. For a quick test I decided to record a short SRX Tom Tom MIDI sequence. After this was finished I put the Channel Pre-Amp of the DPS to a point where the loudest signal just did not clip. Pushed the record button, stopped it, replaced the Monster Cable by the ones I was using before and played the same MIDI sequence. Oops! There was suddenly a red LED shining and a clip. I checked whether anything was changed, but it was not. I recorded that version and as a control unplugged the cables and replaced them with the Monsters … and guess what? Right. No clipping! Therefore I decided to switch off everything and listen to the files with fresh ears on the next day.

I went to bed in excellent mood as the Monster cables obviously did not give as much level as the old cables I used. Several hours later and with fresh ears I turned the DPS24 on and listened to the two files… and?… Damn*d, one version had a nice sounding and well defined bottom, whereas the other was, lets say… “strong” and therefore obviously clipped. To verify this I checked it the next day again and again. But there was still a slight audible difference, a small one, but it was there.

If you expect me to have replaced all cables by Monsters, then you are wrong. Although sometimes I am using this one pair and bought another one for the Voyager it was the price that was way much to high for such a small difference. Honestly, I was also a little bit disappointed when I opened one of the plugs of the second pair to check the quality inside. But there was something wrong with my old cables and therefore I was looking for an alternative. Finally I purchased some German Sommer and Klotz Cables. Coincidental I received a Swiss Vovox cable as Dirk Brauner - who by the way is a very nice person - is adding one of those to each of his microphones. Since then I am using cables of different manufacturers but one pair or one piece - depending on the situation - for my “high end” recording channel.

Maybe you have come around places discussing this cable story, too. But here is the chance to check it on your own and come to your conclusions. I have used the MIDI File from Purgatory Creek to record OASYS’ Bank USER-A Pgm 000: “OASYS Piano EXs2″ to check whether there is a difference or not if different cables are used. At the end of this article you will find the files for download and a poll. Vote which of the five versions in your ears sounds best. I will then choose the audio chain that has won the poll and record the complete MIDI file for Purgatory Creek as Francois at korgforum was asking anyone to do that.

OASYS_EXs2_Piano

Below are five different files named OASYS_A to OASYS_E for download. As these are 44.1kHz 16bit .wav files download can take a while (file size is 6 - 7 MB each). I was afraid that if there are any differences or very small ones that they maybe get losed by using .mp3. I know one could discuss whether data compression has an influence…

Recording chains:
ADAT1: OASYS ADAT Out - Lynx ADAT In - dp5 (WC Master) - peak to convert to 44.1kHz.wav
Klotz: OASYS L/R Out - Monster - Avalon U5s - Klotz - Lynx L22 - dp5 - peak to convert to 44.1kHz.wav
Sommer: OASYS L/R Out - Monster - Avalon U5s - Sommer Cable - Lynx L22 - dp5 - peak to convert to 44.1kHz.wav
Vovox: OASYS L/R Out - Monster - Avalon U5s - Vovox - Lynx L22 - dp5 - peak to convert to 44.1kHz.wav
ADAT2 (as control): OASYS ADAT Out - Lynx ADAT In - dp5 (WC Master) - peak to convert to 44.1kHz.wav

Audio files (size = 6 - 7 MB each; files below are in random order !!!):
OASYS_A
OASYS_B
OASYS_C
OASYS_D
OASYS_E

Which audio file does sound best in your opinion?
View Results

Poll ends April 30th.
_____________________________________
Links to companies mentioned in this article:

www.monstercable.com
www.sommercable.com
www.klotz-ais.com
www.vovox.ch
www.brauner-microphones.com
www.dirk-brauner.com
www.purgatorycreek.com

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Februar 11th, 2007

KAROs Granular Atmospheres

Posted in OASYS Sounds, Test - e/g by blogasys

Granular Atmospheres - Cover

Man sollte meinen wer einen OASYS sein Eigen nennt haette klanglich fuer die naechste Zeit ausgesorgt. Irrtum?? Nein! In der Tat ist die technische Qualitaet schlichtweg umwerfend. Aber das alleine macht bekanntlich nicht gluecklich. Denn die klanglichen Qualitaeten wollen auch entsprechend genutzt werden… und ‘mal ehrlich, kann man von guten Klaengen wirklich ausreichend haben? Eben.

Das duerften sich auch Kurt Ader und Oliver Rehn gedacht und aus diesem Grund die Firma KARO gegruendet haben. Eine Klangschmiede, die ausschliesslich dem OASYS neues Klangfutter zufuehren will. Darf man den positiven Reaktionen der User Glauben schenken, dann ist der Start mit der “Philharmonic Strings” Library durchaus geglueckt. Da ich selbst einige der Sounds programmiert habe - ein Gutteil der Oberheim Pads in den Programs, sowie die eine oder andere Combination stammt von meiner Wenigkeit, oder wurde von Kurt Ader als Ausgangspunkt fuer weitere Sounds gewaehlt - wird es einen “Philharmonic Strings” Test aufgrund etwaiger Befangenheit hier nicht geben.

Aha?! Hoere ich Sie sagen - was darf ich mir dann von diesem Test erwarten, zumal es hier auch noch einen link zu KARO gibt? Die Antwort faellt einfach und hoffentlich unmissverstaendlich aus - meine Wenigkeit ist weder an KARO beteiligt, noch profitiere ich von vergangenen oder zukuenftigen Verkaeufen in irgendeiner Weise. Es gibt auch sonst keine Form der Unterstuetzung, mit Ausnahme des einen oder anderen wohlwollenden Postings zur Existenz dieses Blogs. Gut, werden Sie sich denken… schaun wer mal… D’accord! Und lassen Sie uns nun in medias res gehen.

Das Objekt der moeglichen Begierde ist seit Anfang Dezember des vergangenen Jahres entweder als Download oder CD-ROM fuer € 238.– zuzueglich € 7.- fuer den Versand erhaeltlich. Hinkuenftig soll ein Online Store die Abwicklung der Bestellungen geschmeidiger gestalten, was ich als weiteres Indiz fuer bald nahende KARO Neuerscheinungen deute.

Fuer den genannten Betrag erhalten Sie 70 Combinations, teils unter Verwendung von KARMA, 90 Programs sowie 91 Multisamples. Nun wird sich vielleicht so mancher wundern warum die Baenke nicht bis zum Anschlag gefuellt sind. Ich vermute, dass der restliche Platz dazu dient eigene Variationen und Kreationen innerhalb derselben Bank abzuspeichern. Fuer Leute wie mich, die neue Sounds gerne als Ausgangspunkt eigener Kreationen verwenden, optimal.

Die Namen der Combinations und Programs koennen Sie den beiden Abbildungen entnehmen. Die Multisamples setzen sich vorwiegend aus diversen Pads, “granulierte” genauso wie nicht granulierte, Atmos, Synthbaessen, perkussiven, Wave-, FM- und VL-Sounds sowie 7 TR909, einem CR-78 Kit und einer gated Snare zusammen. Sollte Sie die Neugierde packen und Sie sich auf die Suche nach den Einzelsamples begeben, dann werden sie zwischen den Plaetzen 604 und 1499 fuendig. D.h. jetzt allerdings nicht, dass es sich um 895 Einzelsamples handelt, sondern viel mehr um eine Verteilung die wohl aus Sicherheitsmassnahmen so gewaehlt wurde. Ich finde es etwas verwirrend.

Granular - Programs Granular Atmospheres Programs

Die Ladezeit der kompletten Library von CD-ROM betraegt 3min 40sec. Danach befinden sich die Programs und Combinations in der jeweiligen USER BANK C. Wenn Sie diese auf die interne Festplatte des OASYS speichern, muessen Sie sich beim naechsten Ladevorgang ganze 17 Sekunden gedulden. Das ist schon fast live tauglich, wie ich finde. Dennoch wuenschen sich einige Anwender, dass KORG externe Libraries hinkuenftig auch als OASYS EXs integriert. Zum einen waere dies als ein Geste KORGs gegenueber externen Anbietern zu werten, das angeblich offene System nun auch anderen zugaenglich zu machen, zum anderen waere es fuer viele sicher sehr “convenient” - wie man heute so schoen sagt. Stimme ich noch ersterem Punkt uneingeschraenkt zu, so kann ich andererseits mit 17 Sekunden Ladezeit sehr gut leben, zumal ich gerne abhaengig von der Situation entscheide, welche Sounds in den OASYS geladen werden sollen und welche nicht.

KAROs Webseite kann man entnehmen welche Klangquellen angezapft wurden. Unter anderem finden sich hier Minimoog, Oscar, Wasp, Prophet V sowie VS, OB-MX, aus der digitalen Ecke Yamahas VL-1 sowie deren DX-5, PPG Wave, Waveterm sowie Emus E-4 und Morpheus. Fuer die Multisamples “TR-909″ und “CR-78″ mussten die gleichnamigen Trommelboxen eines anderen grossen japanischen Herstellers herhalten, deren D-50 auch zu Ehren kam. Das liest sich doch schon einmal ganz gut… aber ich weiss schon, Namen der verwendeten Instrumente zu lesen ist wie Bilder riechen….

Bei KARO ist man wohl im Laufe der Arbeit zur Philharmonic Strings auf den Geschmack gekommen und so hat man nun offenbar beschlossen, wieder einige Samples in die Silicon Graphics Indigo Dream Machine zu transferieren und dort zu bearbeiten. Eben dort angelangt wurden die Samples unter zu Hilfenahme eines Real-Time Granular Synthese Programms neu berechnet und laut KARO anschliessend in den OASYS verfrachtet um dort den letzten Schliff verpasst zu bekommen.

Und damit sind wir schon bei der Samplebearbeitung. Das Thema ist schnell durch, denn diese entspricht in Summe qualitativ dem OASYS.

Hoert man sich die einzelnen Multisamples an, so faellt jedoch auf, dass nicht alle ueber den gesamten Tastaturbereich erklingen. Als stellvertretende Beispiele seien hier MS#22 GRANULAR und MS#26 PROPHET1 genannt. Im Falle eines Basssounds macht es durchaus Sinn, wenn dieser nicht bis in die obersten Oktaven reicht, da Baesse zumeist in den tieferen Regionen angesiedelt sind…. wussten Sie nicht? Na warten Sie es ab, es folgen noch mehr “wertvolle” Tipps.

Klar, im Falle von perkussiven Bassklaengen laeuft die Attackphase Gefahr mit der Transponierung nach unten an Durchsetzungskraft zu verlieren, dies stellt aber in dem genannten Beispiel kein Problem dar und daher vertraegt meines Erachtens das Multisample MS#26 durchaus F1 als untere Bereichsgrenze. Bezueglich MS#22 bin ich erstaunt, da es sich hier ganz offensichtlich um einen GRANULAR Klang handelt, sprich ohnedies Material das kuenstlicher nicht sein kann und der MS Nachbar #23 GIANTALIEN weiter runter reicht.

Ich habe Ihnen aber mehr Tipps versprochen und hier folgen sie sogleich. Fuer OASYS User, die sich mit dem Sampler schon einmal beschaeftigt haben ist dies alles andere als ein Problem und die folgende Passage wohl von geringem Interesse. Fuer Neulinge - Sie gehen auf die SAMPLING Unterseite “Recording” tippen auf das Feld Index und waehlen 001/003 aus, setzen im Feld Top Key B1 auf zB A0. Fertig. Uebrigens kann man die gewuenschte Taste, in diesem Fall also A0, sehr bequem auswaehlen indem man die ENTER Taste gedrueckt haelt und dabei gleichzeitig auf der OASYS Tastatur A0 drueckt. Schoen, das wusste mir schon im Kurzweil zu gefallen. Aber damit nicht genug und weil ich den Plural verwendet habe, es gibt im OASYS auch eine sehr elegante Methode zwischen den Samplebereichen innerhalb des Multisamples zu springen. Das Prinzip ist aehnlich, die ENTER Taste gedrueckt halten, dann aber einfach die Gummipads 1 - 8 betaetigen. Geht bei Ihrem OASYS nicht? Dann kontrollieren Sie bitte, ob das Index Feld ausgewaehlt, sprich schwarz unterlegt, ist. Sie duerfen mir glauben, es geht und ist aeusserst “convenient”.

Granular Combinations Granular Atmospheres Combinations

Eigentlich geht es hier aber um KAROs Granular Library. Als fassen wir einmal das Bisherige zusammen - sehr gutes Ausgangsmaterial, professionell aufbereitet, einzig im Falle der Multisamples haette ich gerne, dass diese - sofern es Sinn macht - auf allen 88 Tasten bereit stehen.

Der Vollstaendigkeit wegen noch eine kleine Anmerkung zu den Multisamples, bei MS#30 MOOGBASS hoert man bei einem der Basssamples am Ende des Loops eben diese. Entweder ist es ein Nebengeraeusch oder der Looppunkt nicht optimal. Keine Tragoedie, da das eigentliche Soundgeschehen ohnedies frueher endet und der Pegel in diesem Bereich sehr gering ist, dennoch soll es hier nicht unerwaehnt bleiben.

Die Namen der Programs koennen Sie wie an anderer Stelle schon erwaehnt, der Abbildung etwas weiter oben im Text entnehmen… aber Sie wissen ja… Bilder riechen und so. Sie kennen vielleicht das eine oder andere “ultimative memorymoog pad”, das aber mit dem gleichnamigen Instrument gerade so viel zu tun hat, dass beide zum Abspielen Strom benoetigen. Hier klingen die Samples auch so wie ihre vermeintlichen Quellen, um bei der Firma Moog zu bleiben, die gleichnamigen Baesse koennen ihre analoge Herkunft nicht leugnen. Das nur ein Minimoog wie ein Minimoog klingt ist sicher auch kein Geheimnis, selbst der Voyager aus dem - mehr oder weniger - gleichen Hause klingt nicht exakt wie sein Vorfahre… und da sprechen wir noch nicht einmal ueber “digitale” Klangerzeugung. Nicht umsonst nimmt zB. Manfred Mann heute noch den kleinen Holzkasten mit auf die Buehne. Auf der Habenseite ist aber unbestreitbar ein stimmstabiles Verhalten und vor allem ein authentischer Klang. Nun aber genug zum Thema Minimoog. Waveterm und Wavebell betreiben ebenfalls keinen Etikettenschwindel, ebenso wenig DX, FM um weitere Beispiele anzufuehren.

Wenn man einen Blick in die einzelnen Programs wirft so sieht man, dass hier nicht die Multisamples schnell ‘mal importiert wurden. Nebst der Editierung der klangformenden Parameter kommen die sehr guten Effekte des OASYS ebenso zum Einsatz wie der EQ, von dem man bei einigen Sounds reichlich Gebrauch gemacht hat. Wenn Sie der Meinung sind, dass man sich das ja wohl erwarten kann… naja, ich kenne auch andere Beispiele. Um aber gleich beim Equalizer zu bleiben, es zahlt sich meiner Meinung nach in jedem Fall aus, diesen zumindest in den Programs versuchsweise zu “bypassen”. Vor allem die ersten Programs klingen ohne EQ mindestens genauso gut. Aber Vorsicht, am Ende habe ich mich dabei ertappt minutenlangen A/B Vergleiche anzustellen… wie klingt es denn nu besser?… mit oder ohne EQ? So gefiel mir das erste Program, also “Granular Atmospheres”, zunaechst ohne EQ noch besser. Nach mehrfachem hin- und herschalten war ich mir allerdings dann doch nicht mehr sicher und so landete “meine” Version gleich auf einem der hinteren, zum Glueck freien Speicherplaetze. So schnell avanciert man zum Soundprogrammierer.

An dieser Stelle vielleicht auch noch ein paar Worte zum Thema “Lautstaerke” der Sounds. Im Schnitt sind sie etwas “leiser” als die meisten Korg Sounds, allerdings faellt bei genauerem Hinhoeren auf, dass auch nicht alle Korg internen Sounds denselben Pegel aufweisen. So sind einige AL-1 Programs leiser als viele der HD-1 Pendants. Im Falle der Combinations stellt dies kein Problem dar, da die Lautstaerkenverhaeltnisse der einzelnen Programs auf der ersten Seite entsprechend eingestellt und das Gesamtvolumen angepasst werden kann. Hinzu kommt, dass die EQs bei einigen Sounds im Frequenzbereich um 300 Hz abgesenkt sind… das fuehrt automatisch zu einem etwas “leiseren”, “duenneren” Klang. Wenn Sie das als Nachteil erachten, werden Sie schnell in einer Mischung feststellen, dass das Gegenteil oftmals richtig ist. Wenn nicht im Bassbereich das Uebel begraben liegt, dann ist es oft eben dort, zwischen 250 und 400Hz zu finden.

Nun koennte ich hier sicher noch seitenweise ueber die Programme schreiben, ebenso ueber die Combinations… aber ich vermute auditive Menschen wollen auch etwas hoeren. Daher an dieser Stelle der Hinweis auf KAROs Webseite, auf der es zwei Demofiles zu hoeren gibt. Meine beiden Sequenzen stellen hingegen einen kleinen Auszug der gebotenen Sounds dar, der noch dazu in kuerzest moeglicher Zeit eingespielt wurde. Im Falle des “Program Mix” hoert man dies auch, da alles live und quasi “in einem Rutsch” eingespielt wurde - kein MIDI, keine Quantisierung, einfach Record Taste gedrueckt und die Sounds der Reihe nach eingespielt.

Der Titel der Library impliziert Klangteppiche und entsprechend sind die unten stehenden Demofiles ausgefallen. Das erste Pad koennte durchaus Jean Michel Jarre’s Gefallen finden und folgt auf ein kurzes “Stereo Noises” Intro. Der “Moog Bass 2″ nutzt den voreingestellten KARMA GE, allerdings hat sich der Autor dieser Zeilen erlaubt auch noch den Ribbon Controller hinzu zu ziehen. Irgendwann setzt dann “Waveterm 1″ und das “Prophet Indigo Pad” ein, das gegen Ende noch eine Prise “OB-MX Pluck” in homoeopathischen Dosen verabreicht bekommt.

Im Falle der Combinations habe ich es mir noch einfacher gemacht. Im zweiten Demofile koennen Sie neun verschiedene Combinations nacheinander hoeren. Im Falle der ersten sechs ging es mir darum den klanglichen Verlauf und die Unterschiede der einzelnen Combinations hoerbar zu machen, weshalb die Padsounds alle bewusst nur mit einem Dm7 Akkord und im Bass gedoppeltem Grundton gespielt wurden. Danach folgt ein Beispiel in dem ein weiteres Mal KARMA zur Anwendung gelangt. Als Abschluss folgen zwei Combinations die an… aber hoeren Sie am besten selbst.

Die Aufnahmekette der beiden mp3 Dateien war wie folgt: OASYS ADAT Out -> Lynx ADAT In -> MOTU dp5; als 16bit 48kHz File in dp5 “gebounct” und anschliessend mit Peak in 44.1kHz und in mp3 konvertiert.

Es haette natuerlich noch eine Vielzahl anderer Sounds gegeben, die es Wert gewesen waeren angespielt zu werden, aber zum einen gibt es die beiden KARO Demofiles - ach, hatte ich die schon erwaehnt? - und zum anderen sollte doch auch noch etwas Spannung verbleiben, oder sehen Sie gerne in der Vorankuendigung eines Films schon die besten Szenen? Eben.

Generell sind die Programs und Combinations sehr gut programmiert, einzig vermisse ich die Belegung der 8 Gummipads des OASYS mit Akkorden, die gerade im Falle der Padsounds dem User eine Idee oder vielleicht auch einen Anstoss fuer eigene Kreationen / Kompositionen gibt.

An einer der Combinations komme ich allerdings nicht ohne Kommentar vorbei - Phil Collins’ “in the air tonight” ist fuer mich eines der besten Musikstuecke ueberhaupt und der Drumsound, wenn ich nicht irre war es ein AMS RMX-16 Hallgeraet dass die abzuschneidende Hallfahne erzeugte, ist in die Geschichte eingegangen und so etwas wie sein Trademark… daher kann ich die verwendeten Drums im besten Falle nur als “lieb” bezeichnen. Diese Kritik soll nun aber nicht ueberbewertet werden, da Granular Atmospheres nicht die Soundsammlung von Phil Collins und schon gar keine Drumlibrary ist, zumal das Prophet V Pad ohne Fehl und Tadel ist, dennoch hier merkt man wo OASYS noch Potential hat…. entschuldigen Sie, Potenzial hat.

Apropos Trommeln - Rolands CR-78, die eine nicht unwesentliche Rolle in dem eben angesprochenen Song spielt, stellt eine nette Ergaenzung dar und passt sowie die TR-909 sehr gut. Die beiden Trommelboxen sind ohne Zweifel Klassiker und diese bekommt man mit der Library noch dazu, ich denke damit sollte man gut leben koennen, oder sind Sie da anderer Meinung?

Nach diesem kleinen Exkurs nun wieder zu den Granular Atmospheres. Ich muss es wiederholen, da immer wieder einmal Zweifel wider besseren Wissens gepostet werden - die Sounds sind professionell. Geschmaecker sind bekanntlich verschieden und daher muss jede(r) fuer sich selbst entscheiden, ob das Gebotene dem seinen oder ihren trifft. Sollte es nicht klar rueber gekommen sein, ich habe mich redlich bemueht zu kritisieren, was mir missfaellt, das aendert jedoch nichts an meinem ueberaus positiven Resuemee. Die Sounds sind sehr gut.

Sicher kann man den einen oder anderen Sound im OASYS unter Verwendung des AL-1 vielleicht selbst programmieren, aber das ist nun einmal nicht jedermanns Sache und gilt zudem nur fuer wenige Sounds. Gerade die “granulierten” sind eine willkommene Ergaenzung und fuegen sich sehr gut in das Bestehende. Das demonstrieren auch einige Combinations, die auf OASYS Werkssounds zugreifen. Von daher kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Granular Atmospheres viele zufriedene Besitzer finden wird.

Man darf gespannt sein womit KARO die OASYS Gemeinde als naechstes ueberraschen wird, mit den Philharmonic Strings und den hier getesten Granular Atmospheres ist die Erwartungshaltung sicher keine geringe.

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